Beck’s Pale Ale

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Eigentlich habe ich ja auch noch ein paar spannende Craft-Biere im Keller. Aber interessant ist das Beck’s Pale Ale natürlich trotzdem irgendwie. Also auf eine andere Art halt. Vielleicht ein bisschen so, als würde man sich ein Fußballspiel vom HSV anschauen. Im Prinzip weiß man schon vorher, wie es bestimmt wieder ausgehen wird. Aber Vorurteile gehören bekanntlich zu den falschen Freunden, daher werde ich mir jetzt so unvoreingenommen wie irgend möglich dieses Bier aus Bremen zu Gemüte führen und euch berichten, wie sich das so anfühlt.

Die Farbe des glasklaren Pale Ales ist wirklich schön. Ein leuchtender Orangeton. Oben drauf eine mittelporige weiße Schaumkrone, an der man sich aber nicht lange erfreuen kann. Am Geruch gibt es prinzipiell auch nicht viel auszusetzen, wobei der geübten Pale Ale-Trinker-Nase jetzt natürlich sofort auffällt, dass hier irgendwie was fehlt. Ganz leichte Zitrusaromen sind wohl erkennbar, aber weit entfernt von der Intensität, mit der ich es in den allermeisten anderen Tests bei diesem Bierstil bisher zu tun hatte.

Na gut, zumindest hindert mich nichts daran, mal zu probieren. Der Antrunk ist in etwa so langweilig wie der Geruch. Einzig die prickelnde Kohlensäure sorgt hier noch für etwas Leben auf meiner Zunge. Die 6,3% Alkohol sind recht deutlich herauszuschmecken. Hopfenaromatik sucht der Craft-Bier-Freund hier fast vergeblich. Leider wird das aber auch nicht durch eine solide Malzbasis ausgeglichen.

Der Abgang ist leicht trocken, ansonsten bleibt nicht viel zurück. Ich hoffe, dass dieser Versuch eines Bierkonzerns nicht allzu viele Menschen, die prinzipiell am Bier interessiert sind, abschreckt und davon abhält, sich andere Bierstile anzuschauen. Es gibt wirklich unzählige tolle Pale Ales auf diesem Planeten. Bitte schaut euch weiter um und gebt jetzt nicht gleich auf!

Soundtrack: Hans Hartz – Sail Away

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Mastri Birrai Umbri Cotta 37

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Das heutige Testbier kommt aus Perugia, Italien. Die dortige Craft-Bier-Szene ist ja ähnlich am Entstehen wie derzeit in Deutschland, aus diesem Grund schauen wir uns heute das Mastri Birrai Umbri Cotta 37 an, welches ein Freund mir netterweise aus dem Urlaub mitgebracht hat.

Die Flasche ist vom Design her kaum zu toppen. Nicht nur der optische Eindruck ist mit der hochwertigen und hübsch etikettierten 0,75l-Flasche äußerst gelungen, sondern die Kombination aus Kronkorken und Bügelverschluss ist zudem auch noch sehr praktisch.

Im Glas macht das trübe Bier ebenfalls eine gute Figur. Mit seiner orange-roten Farbe und dem fein-mittelporigen weißen Schaum, der teilweise sogar recht lang anhält, erinnert es mich schnell an meine ausgetrocknete Kehle. Es riecht floral nach Hopfen, ein paar rote Beeren gesellen sich dazu, und die obergärige Hefe hält noch ein paar weitere Fruchtnoten bereit.

Der Antrunk ist erstmal recht spritzig, hier wurde nicht mit Kohlensäure gespart. Etwas Säuerliches kommt zum Vorschein, und das Bier mit den 5,5% vol. Alkohol schmeckt irgendwie auch recht stark nach selbigem. Das italienische Getränk wird im weiteren Verlauf recht wässrig und es will irgendwie kein rechter Spaß aufkommen.

Im Abgang bittert es kaum merklich nach und auch hier sucht man komplexe Aromenspiele auf der Zunge leider vergebens. Daran ändert auch die giftige Saat-Platterbse nichts, die sich kurioserweise neben zugesetzter Fructose in der Zutatenliste findet.

Nun ja, was soll ich sagen? Nicht immer hat eine schöne Verpackung auch einen leckeren Inhalt. Kennt man ja auch aus anderen Lebenslagen. Zwei Sterne.

Soundtrack: Italian Leather Sofa – Cake

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Thorbräu Celtic Bier

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Ein kühles Bier nach getaner Arbeit, was für den Durst sollte es sein. Nicht zu fein, eher rustikal, so sprach mich das Etikett des Thorbräu Celtic Bier aus Augsburg an diesem Tag direkt an.

Goldgelb und fast klar steht es dann, gekrönt von weißem grobporigen Schaum, der sich aber schnell wieder verzogen hat, in meinem Willibecher vor mir.

Brotig und nach Getreide duftend wartet es darauf, von mir probiert zu werden. Da meine Kehle an dem Abend sehr ausgetrocknet ist, tu ich ihm natürlich schnell den Gefallen. Interessanterweise fällt als erstes sofort die Bittere auf, bevor es dann malzig süßlich und brotig weiter geht. Allein aufgrund der Lage der Geschmacksknospen auf der Zunge müsste es eigentlich anders herum sein.

Körperreich ist es nicht, aber auch nicht dünn. Irgendwo dazwischen. Mit 5% vol. Alkohol (12% Stw.) ist es nicht zu stark und macht es durstkompatibel.

Der Abgang ist dann auch wieder recht lang, aber irgendwie nicht mein Fall. Dieses Bier wirkt auf mich etwas kantig, und ich muss sagen, dass das Etikett sehr gut zum Bier passt. Mehr als gute zwei Sterne kann mein Gaumen da heute leider nicht nach Augsburg schicken.

Soundtrack: Celtic Frost – Circle of the Tyrants

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Maxbrauerei Biermanufaktur Schockerbock

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Nachdem ich in einem meiner letzten Tests bereits das Nelson Ale aus der Maxbrauerei Braumanufaktur getestet habe, gibt es heute den Schockerbock. Seinen Namen hat dieses Bier daher, dass es im März beim traditionellen Schongauer Starkbieranstich, dem „Schockerberg“ ausgeschenkt wird.

Der fein- bis mittelporige weiße Schaum hält sich so mäßig lange auf dem kastanienfarbenen Bier. Leicht trüb ist es und unten im Glas sind noch deutlich Hopfenreste zu erkennen. Ein malziger röstaromatischer Geruch kommt aus dem Glas. Im Antrunk kommt leider erstmal nur Kohlensäure. Wenn man sich daran vorbei gearbeitet hat, ist etwas Malz zu schmecken, ein bisschen Schokolade, Caramel und eine feinherbe Säure.

Im Abgang kommt diese noch mal deutlicher zu Tage, hier wird es sogar ein bisschen trocken. Restsüße ist wenig da, Hopfenaromatik ist nicht zu erkennen. Nicht so meine Welt, da ich dunkle Böcke eher süßlich mag wie beispielsweise den dunklen Speziator vom Brauhaus Riegele oder den dunklen Doppelbock vom Kloster Andechs. Nachdem es mit dem Nelson Ale schon nicht so gut lief hatte ich heute gehofft, eine etwas bessere Wertung abgeben zu können. Vielleicht hätte ich diesen Doppelbock noch ein paar Monate lagern sollen. Wie auch immer, leider sind es wieder nur zwei Sterne.

Soundtrack: Fear Factory – Shock

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