Klosterbrauerei Baumburg Chorherren Bock

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Mein lieber Herr Gesangsverein! Ich habe noch nie vorher ein Bier eingeschenkt, bei dem so schnell der Schaum verschwunden ist. Meine Vorgehensweise ist dabei immer folgende: Leinwand ausrollen, Glas bereitstellen, einschenken, Foto machen. Zwischen den letzten beiden Schritten vergehen im Schnitt 15-20 Sekunden. Das war in diesem Fall zu langsam, um den grobporigen bräunlichen Schaum noch mit auf das Bild zu bekommen. So als würde man Coca Cola einschenken, aber nicht aus einem dieser unsäglichen Mischautomaten, sondern aus der Flasche.

Da dies nicht unbedingt ein Kriterium für ein gutes Bier sein muss, schauen wir doch mal, was sonst so los ist mit dem Chorherren Bock aus der Klosterbrauerei Baumburg „im Chiemgau ganz oben“. Die Farbe des Bieres würde ich als dunkelbraun-rötlich bezeichnen. Der Geruch ist angenehm. Bayrisch Blockmalz, aber mit alkoholischem Unterton. Dazu ein paar versteckte Röstaromen.

Der Antrunk ist ebenfalls malzig, aber erscheint irgendwie leer, obwohl das Bier durchaus Körper hat. Relativ schwache Kohlensäure, was bei einem Bock aber, finde ich, eher von Vorteil ist. Der Alkoholgehalt von 6,8% kommt hier deutlich raus. Im Abgang keine Hopfenbittere. Ein kleines bisschen Schokolade und Karamell. Die Stammwürze liegt bei 16,8° P.

Ich habe befürchtet, dass dieser Tag irgendwann kommen wird und ich werde mir noch eine zweite Flasche davon besorgen, falls mit meiner etwas nicht in Ordnung war. In dem Fall werde ich das Ergebnis gerne noch mal anpassen. Heute reicht es aber nur für einen Stern, da ich nicht mal Lust habe, das Bier auszutrinken.

Soundtrack: Brendan Benson – Spit It Out

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Nachtrag: Heute habe ich die zweite Flasche geöffnet. Das mit dem Schaum war besser, ansonsten konnte ich, ohne den direkten Vergleich zu haben, keine großen Veränderungen zu dem oben geschriebenen feststellen. Heute mochte ich das Bier aber zumindest austrinken, so dass wir zumindest auf zwei Sterne gekommen wären.

Maxbrauerei Biermanufaktur Nelson Ale

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Heute wird es mal wieder Zeit für einen Biertest. Im Parcours befindet sich das Maxbrauerei Biermanufaktur Nelson Ale, ein Pale Ale, das mit der neuseeländischen Hopfensorte Nelson Sauvin gebraut ist, die mit ihrem Aroma an Weine der Rebsorte Sauvignon-Blanc erinnern soll. Diese Rebsorte würde man in der deutschen Sprache wohl am ehesten als Muskat-Silvaner bezeichnen. Na dann mal Prost!

Die Optik ist eher unspektakulär. Hefetrüb und hell bernsteinfarben steht das Bier im Glas. Der fein – bis mittelporige Schaum war beim Einschenken fast schon etwas zuviel des Guten, dafür hat er sich aber schnell wieder verzogen. Ein toller süßer Geruch nach Honigmelone und Trauben kommt mir schon beim Fotografieren aus dem Glas entgegen und macht Lust auf den ersten Schluck.

An Kohlensäure wurde nicht gespart, so dass die recht hohe Hopfenbittere erst relativ spät zum Vorschein kommt. Ansonsten passiert aromatechnisch auf der Zunge jetzt viel weniger als erwartet. Der Geschmack bleibt weit hinter dem Geruch des Bieres zurück. Auch der Körper wirkt fast schon ein wenig wässrig.

Im Abgang bleibt außer den laut Flasche 40 IBU – ich hätte geschätzt, dass es mehr sind – außer etwas Säure ebenfalls nicht viel zurück.

Nein, das hat mich jetzt leider nicht überzeugt. Gut, dass die Maxbrauerei in Altenstadt noch diverse andere Biersorten hat. Zwei Sterne.

Soundtrack: Willie Nelson – On The Road Again

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Kuchlbauer Turm Weisse

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Heute wird es dringend Zeit, einen Biertest nachzuholen, den ich längst hätte machen sollen. Es handelt sich nämlich um ein Weihnachtsgeschenk, vielen Dank noch mal dafür!

Das Testobjekt ist die Kuchlbauer Turm Weisse, ein Weizenbier (für Bayern: Weißbier) aus der Brauerei zum Kuchlbauer in Abensberg. Benannt ist das Bier nach dem Wahrzeichen der Brauerei, dem Kuchlbauer Turm, der ein Architekturprojekt des weltberühmten Künstlers Friedensreich Hundertwasser ist.

Kommen wir zum Bier. Es ist trüb und hat eine leicht ins Orange gehende Farbe. Der Schaum ist mittelporig und nicht sehr standfest. Weißbiertypisch hat es einen sehr fruchtigen, säuerlichen Geruch, ein wenig Malz ist aber auch zu riechen. Im Antrunk erstmal nur Kohlensäure. Ich muss aber an der Stelle einräumen, dass es sich um ein Bier handelt, dass in der Flasche vergoren und gereift ist und meine Flasche sich schon recht nah am MHD befindet. Wenn man es eine Weile im Mund lässt, lässt sich ein vollmundiger Körper und ein karamelliger Geschmack erahnen. Was allerdings auch dabei ist, ist eine recht kräftige Säure, was generell nicht mein Fall ist, und momentan bei den ganzen süßen Bockbieren, die ich so teste, auch ungewohnt ist. Mit 5,9% Alkohol und einer Stammwürze von 13,5% bewegen wir uns hier auch schon fast in Richtung Weizenbock.

Da das Bier aus einer Brauerei kommt, die sich auf Weißbier spezialisiert hat, ist meine Erwartungshaltung natürlich relativ hoch. Leider muss ich sagen, dass diese Erwartungen heute nicht erfüllt wurden. Zu viel Kohlensäure, zu viel Säure, und auf der Habenseite nicht viel, was das aufwiegen könnte. Zwei Sterne.

Soundtrack: Peter Gabriel – The Tower That Ate People

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Lausitzer Porter

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Letzte Woche bin ich im Getränkemarkt meines Vertrauens auf diesen Porter gestoßen. Irgendwann habe ich dieses tiefschwarze Gebräu schon mal getrunken, aber das ist mindestens zehn Jahre her, so dass ich jetzt ein zweites mal ran muss.

Ist aber gar nicht so schlimm, was ich da im Glas vor mir stehen habe. Der Geruch ist vielversprechend karamellartig süßlich. Der grobporige Schaum war nach dem Einschenken ziemlich schnell in sich zusammengefallen, was dem Porter noch mehr die Optik von Cola verleiht. Von der Süße her kommt das im übrigen auch hin, was darauf zurück zu führen ist, dass dieser Porter mit Zucker eingebraut ist. Daher ist auf dem Etikett auch nirgendwo das Wort Bier zu lesen, da Zucker bekanntlich nicht dem Reinheitsgebot entspricht.

Im Antrunk schimmern sogar ein paar Röstnoten durch, die aber sofort von der pappigen Süße erschlagen werden. Von Bitterkeit keine Spur. Man hat den Eindruck, als würde man ein leicht alkoholisches (4,4% Vol.) Karamalz trinken, nur mit etwas dickerem, öligen Körper. Die mäßige Kohlensäure macht es recht gut trinkbar, wobei mir eine Flasche aber vollkommen ausreicht. Ist wohl wie immer Geschmackssache. Meiner Frau, die sich ansonsten wenig aus Bier macht, hat der Lausitzer Porter aus der Bergquell Brauerei in Löbau jedenfalls geschmeckt. Von mir gibt es zwei Sterne.

Soundtrack: Adele – Set fire to the rain

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