O’Hara’s Leann Folláin

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Zweimal habe ich es schon zugunsten aktueller Neuerscheinungen in der deutschen Craft-Bier-Landschaft im Bierkeller stehenlassen müssen, aber heute ist es endlich soweit.

Rabenschwarz steht das Extra Irish Stout O’Hara’s Leann Folláin aus der Nähe von Kilkenny in Irland vor mir. Mittelporig und standfest ist der hellbraune Schaum, der sich oben drauf befindet. Es riecht nach dunkler Schokolade und frisch gemahlenem Kaffee, dazu süß und würzig. Gut sieht es außerdem aus in meinem speziellen Stout-Glas, und es bleibt festzuhalten: Das Auge trinkt mit.

Von der Rezenz her ist das Bier typgerecht eher unaufgeregt. Dafür ist es sehr vollmundig und die schokoladigen Aromen sind auch im Mund sehr präsent. So ein Irish Stout hätte ich gerne gehabt, als ich vor ein paar Jahren in Dublin war. Wenn ich einen Schluck davon nehme und die Augen schließe, kann ich eine Melodie hören, die von der Tin Whistle gespielt, vom Banjo getragen wird und von einer sanften Trommel begleitet. Für mich hat ja fast jedes Bier eine Musik, aber diese hier ist deutlicher zu hören, als die meisten anderen.

Die komplexen Aromen bleiben im Abgang lange auf der Zunge und tanzen zu der Irish Folk-Musik. Bitter wird es nach hinten heraus auch ein bisschen, aber auch nicht zu sehr. Wenn ich mal wieder bei Biervana in München vorbei komme, werde ich mir einfach noch eins davon mitnehmen, denn an Gelegenheiten für dieses 6%ige Bierchen sollte es eigentlich nicht mangeln. Bis dahin werde ich in Erinnerungen daran schwelgen. Und an Dublin. Vier Sterne.

Soundtrack: Song For Ireland – The Dubliners

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