Sierra Nevada Torpedo Extra IPA

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Craft-Bier ist ja ein Trend, der ursprünglich aus den USA kommt und dort schon vor über 30 Jahren begann. Daher teste ich heute mal das Sierra Nevada Torpedo Extra IPA aus Kalifornien, welches dort bereits seit 2009 gebraut wird und aus einer Brauerei stammt, die mit mehr als 500.000 hl pro Jahr hierzulande schon als eine große Mittelstandsbrauerei gelten würde. Mit ihren 450 Mitarbeitern ist sie allerdings auch die siebtgrößte Brauerei in den Vereinigten Staaten.

Mal sehen, was dieses hefetrübe Bier zu bieten hat. Die Farbe ist Orange-Rot. Die Schaumkrone ist weiß, unten fein- und oben mittelporig und relativ lange haltbar. Ein Geruch nach Orangen und Zitronen steigt beim Einschenken aus dem Glas, diese Aromen zeigen sich neben harzigen Kräutertönen auch im Antrunk. Den Körper ist vollmundig und sehr angenehm weich. Die Kohlensäure ist dabei eher hintergründig, was mir sehr gut gefällt, wie auch der ausgeprägte Malzkörper.

Hopfenbittere kommt erst zum Schluss auf, dafür aber ordentlich, was einen ungeübten IPA-Trinker aber auch schnell zur Verzweiflung bringen kann. In dem Fall würde ich vorschlagen, es einfach noch ein paar mal zu versuchen. Denn wenn man sich erst an die Bitterkeit gewöhnt hat, offenbaren sich, wie auch bei diesem Bier mit den 65 Bittereinheiten, ein paar wunderbare Töne, die durch das Zusammenspiel eine tolle Melodie ergeben können.

Der Alkoholgehalt liegt bei 7,2 % Vol., die aus 17° P Stammwürze kommen.

Ich trinke den traurigen Rest, der sich noch in der Flasche befindet auf alle, die nach mir ihr Gesamturteil über amerikanische Biere noch mal überdenken. Vier Sterne.

Soundtrack: California Dreamin‘ -The Mamas & The Papas

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3 Gedanken zu “Sierra Nevada Torpedo Extra IPA

  1. Selbst der Ober im hiesigen „Bierwerk“ ist der Meinung, amerikanische Biere brauche kein Mensch, allerdings führen die auch die Sierra Nevada-Produkte nicht.
    Ich habe mit dem IPA angefangen, das mir sehr gut mundete, auf eine dringende Empfehlung dann auch den „Torpedo“, der mindestens genauso gut war – und zu guter Letzt habe ich mich an etwas aus diesem Hause versucht, das – glaube ich – irgendwas mit „Tropical“ hieß (ich habe meine „Verkostungsliste“ gerade nicht zur Hand), und was soll ich sagen? Es hat dem Ganzen noch eine güldene Krone aufgesetzt.
    Diesem allgegenwärtigen Antiamerikanismus, unter dem auch unschuldige Biere zu leiden haben, mag ich ohnehin nicht folgen – da muß schon mehr kommen als ein Donald Duck…äh, Trump…äh…

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