Robinsons Brewery Trooper

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Da ich bekennender Fan englischer Ales bin, und darüber hinaus auch noch langjähriger Liebhaber des guten alten Heavy Metal, darf natürlich die Rezension des Robinsons Brewery Trooper in diesem Blog nicht fehlen. Hierbei handelt es sich um das eigene Bier der Band Iron Maiden, ein Premium Bitter, welches der Sänger Bruce Dickinson eigens kreiert hat. Die Robinsons Brewery ist eine regionale Brauerei in Stockport, England.

Bernsteinfarben und versehen mit einer beigefarbenen Schaumkrone sieht das fast klare Bier schon mal gut aus im Glas. Der Geruch erinnert an Zitrus und reife Äpfel, untermauert von süßem Malz.

Der erste Schluck ist schön weich und rund, da die Kohlensäure sehr sparsam dosiert ist, was mir persönlich an vielen englischen Ales gut gefällt. Geschmacklich geht es genau dort weiter, wo es in der Nase aufgehört hat. Fruchtige Aromen treffen auf ein süßes Malzbett, und zum Ende hin setzt eine knackige Bittere ein, die für einen langen, trockenen Abgang sorgt. Dabei bleibt das Bier aber schön süffig und ich bin verwundert, wie schnell mein Glas leer ist.

Hier handelt es sich zweifellos nicht um einen reinen Marketing-Gag, der nur dazu dient, die Einnahmen der Band zu steigern, sondern es ist deutlich zu merken, dass tatsächlich Herzblut drin steckt. Alles andere hätte ich dem Multitalent Dickinson, der nicht nur ein großartiger Entertainer ist, sondern darüber hinaus auch noch Pilot und leidenschaftlicher Fechter, auch übel genommen. 4 Sterne.

(Besonders einfallsreicher) Soundtrack: The Trooper – Iron Maiden

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Camba Summer Ale

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Bisher gab es noch ein oder zwei Gelegenheiten, wo man am Wetter in diesem Sommer 2014 etwas hätte aussetzen können. Jetzt gerade ist aber alles perfekt. Es ist jetzt gleich halb neun abends, und es sind noch immer 29 Grad. Das verspricht eine dieser Nächte zu werden, in denen es nicht kalt wird. Das ist dann der richtige Sommer. Warme Tage gibt es auch gelegentlich im Frühjahr oder im Herbst, aber dann wird es immer irgendwann nachts wieder kalt. Im richtigen Hochsommer bleibt es einfach die ganze Zeit warm. Das wollte ich irgendwie feiern, und so blieb mein Blick beim Öffnen des Bierkühlschranks ziemlich schnell am Camba Summer Ale haften. Ein „erfrischender fruchtiger Cocktail aus tropischen Früchten und Zitrusnoten“, so spricht das Etikett. Mit 3,9% vol. Alkohol und 9,9% Stammwürze in der Tat ein etwas leichteres Bier, wie gemacht für den Sommerabend.

Das Bier ist dunkelgelb, hefetrüb und hat eine mittelporige Schaumkrone, die sich sogar ein paar Minuten hält. Der Geruch ist ziemlich genau so, wie auf dem Flaschenhalsetikett versprochen. Passionsfrucht, Ananas, Mango, Zitrone.

Wie so oft bei den Camba-Bieren ist die Kohlensäure etwas hoch dosiert, der Körper ist eher schlank, und das ganze erscheint mir im Antrunk etwas wässerig. Ist aber OK, so taugt es auch als Durstlöscher.

Zum Schluss wird es nicht besonders bitter, ich schätze, dass es nicht mehr als 30 IBU sein dürften, mit denen wir es hier zu tun haben. Auf der Zunge bleiben die fruchtigen Aromen noch eine Weile liegen.

Gar nicht mal so schlecht, was da diesmal aus Truchtlaching kommt, auch wenn mir das El Dorado vom Hopfenstopfer wesentlich besser gefallen hat. Drei Sterne.

Soundtrack: Van Halen – Summer Nights

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Eisenharzer Hoppy Dream Ale

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An warmen Sommertagen empfiehlt es sich ja immer, fruchtig frische Biere zu genießen. Da hat mich das Eisenharzer Hoppy Dream Ale in meinem exakt 8,3°C kalten Bierkühlschrank natürlich umso mehr angesprochen.

Das trübe obergärige Bier hat eine schöne Farbe. Ähnlich ungeschliffenem Bernstein, wie man ihn z.B. an der Ostseeküste finden kann. Es wurde helles und dunkles Malz verwendet. Gekrönt wird es von einem mittelporigen weißen Schaum. Eine fruchtige Geruchsnote nach Pfirsich und Zitrusfrüchten weht mir entgegen und ich möchte jetzt endlich einen Schluck davon trinken.
In dem süßen Malzbett liegen die oben genannten Früchte, im Abgang kommt noch eine erfrischende leicht säuerliche Note hinzu. Gefährlich, weil das Eisenharzer Hoppy Dream Ale echt süffig ist, wozu auch die richtig dosierte Kohlensäure beiträgt. Mit einer Stammwürze von 12,2% und daraus resultierenden 5,1% vol. Alkohol könnte man sich auch ruhig noch ein zweites genehmigen. Leider habe ich gerade keins mehr. Drei Sterne.

Soundtrack: The Mamas and the Papas – Dream a Little Dream of Me

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Schoppe Bräu Roggen Roll Ale

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It’s a long way to the top if you wanna Roggen Roll… Und das in der 0,33 l Maurerknolle. Da fühlt man sich doch gleich wieder jung. Den passenden Soundtrack dafür zu finden ist eine meiner leichtesten Übungen.

„Oh, wie weich! Neu?“ –  „Nein, mit Roggenmalz gebraut“. So oder so ähnlich könnte der TV-Spot für dieses Ale beginnen. Na ja, vielleicht sollte ich diese Rezension auch noch mal neu beginnen. Aber das war gerade echt mein erster Gedanke beim Antrunk. Nachdem ich den süßen Malzbonbongeruch aus dem Glas gerochen hatte, als ich das wirklich sehr dunkelrote Ale ein bisschen im Glas bewegt hatte, gab es kein Halten mehr und ich musste einen Schluck probieren. Ein wenig ölig wirkt der Körper dieses Bieres. Die Kohlensäure ist wahrnehmbar, aber hält sich im dezent Hintergrund. Sie ist der Bassist in diesem Song. An der Gitarre: Das Malz. Sehr sololastig, aber kein Flachbrettgewichse. Und mit Schoko. Die Drums werden vom Hopfen souverän fruchtig übernommen und die Beats treiben das Publikum vor sich her. Mir bricht der Schweiß aus. Den Gesang übernehme ich selbst (hat das etwa was mit den 7,0% Vol zu tun?)…

Ridin‘ down the highway
Goin‘ to a show
Stop in all the by-ways
Playin‘ rock ’n‘ roll
Gettin‘ robbed
Gettin‘ stoned
Gettin‘ beat up
Broken boned
Gettin‘ had
Gettin‘ took
I tell you folks
It’s harder than it looks

It’s a long way to the top
If you wanna Roggen‘ Roll

Danke an meinen Namensvetter Thorsten Schoppe. Mir geht es gut mit diesem Ale. Trifft meinen Geschmack relativ genau. Ich liebe aber auch dunkle malzige Biere und Rock n‘ Roll, was auf den Massengeschmack wohl nicht unbedingt zutrifft. Daher sind meine fünf Sterne heute wie immer sehr subjektiv.

Soundtrack: It’s A Long Way To The Top (if you want to Roggen Roll)

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