Hoppeditz Doppelsticke Alt

Hoppeditz Doppelsticke Alt

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Auf das Freigeist Hoppeditz Doppelsticke Alt habe ich mich schon seit längerer Zeit gefreut. Immer, wenn ich mal wieder Inventur bei meinen Biervorräten gemacht habe, hielt ich auf einmal diese Flasche in der Hand. Kein Problem, da dunkle Biere mit höherem Alkoholgehalt ja bekanntlich eine sehr gute Lagerfähigkeit haben. Irgendwann müssen sie dann aber doch mal weg.

Dunkelbraun, leicht trüb und mit einer mittel- bis grobporigen anhaltenden Schaumkrone versehen steht es vor mir im Stoutglas. Für dieses habe ich mich heute ganz bewusst entschieden. Zwar bin ich selbstredend auch im Besitz eines Altbierglases, dieses kleine Stamperl lässt aber die vielfältigen Aromen, die ich bei einem speziellen obergärigen Bier vermute, nicht richtig zur Geltung kommen. Auf den feinen Duft nach röstigem Malz, etwas Backobst, dunkler Schokolade und ein ganz wenig Rauch hätte ich jedenfalls nicht verzichten mögen.

Der Antrunk ist von karamellartiger Süße geprägt. Dazu kommt etwas Kaffee und dunkle Schokolade und eine fruchtige Note in Richtung dunkle Beeren. Körper und Kohlensäure sind stimmig, die 7,5% vol. Alkohol werden gekonnt verdeckt. Zum Ende wird es leicht hopfenbitter, was die Süffigkeit erhöht. Nichts, was man den ganzen Abend lang trinken könnte und sollte, aber dafür ist es auch nicht gedacht. Meinen Geschmack hat es getroffen und das ist mir heute vier Sterne wert!

Soundtrack: Free Bird – Lynyrd Skynyrd

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Giesinger Doppel-Alt

Giesinger Doppel-Alt

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Oft kann man Biere getrost ein paar Monate im Kühlschrank verweilen lassen. Gerade bei den dunklen, schweren Vertretern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie davon besser werden, sehr hoch. So geschehen auch beim Giesinger Doppel-Alt, welches ich das letzte mal verkostet habe, als die vier craftigen Sorten seinerzeit vorgestellt wurden. Seitdem sind einige Monate ins Land gegangen und viele spannende Biere meine Kehle hinab geflossen.

Kastanienbraun wie ein echtes Alt ist die Farbgebung. Der hellbraune, feinporige und ausgesprochen standfeste Schaum liegt wie ein Sahnehäubchen oben drauf. Karamellig und nach süßem röstigen Malz duftet es mir aus dem Glas entgegen. Mehr Animation zum Trinken geht nicht.

Im Mund setzt sich fort, was sich geruchstechnisch schon angekündigt hat. Röstmalz, Karamell, sogar ein bisschen Backobst und Walnuss lassen sich ohne Verzögerung aus dem vollmundigen und perfekt karbonisierten Doppel-Alt herausschmecken. Die 7% vol. Alkohol sind zwar wahrnehmbar, stehen aber komplett im Hintergrund. Die längere Lagerung hat aus einem sowieso schon gut gelungenen Getränk ein richtig schön rundes und weiches Bier gemacht. Vielleicht war es auch schon immer so gut, und mir ist das vorher nur nie so aufgefallen.

Zum Ende wird es richtig schön knackig bitter, und ein schokoladiger Geschmack bleibt noch eine ganze Weile auf der Zunge zurück. Noch nicht ganz Uerige Doppelsticke, aber trotzdem: So mag ich das! Vier Sterne nach Untergiesing, München.

Soundtrack: Old Love – Eric Clapton (in einer fulminanten Liveversion!)

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Gruthaus Überwasser-Alt

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Aus Münster kommt nicht nur einer der besten Tatorte, sondern auch ein sehr nettes kleines Bierchen. Das Gruthaus Überwasser-Alt ist ein helles Altbier, das mit Citra- und Amarillohopfung sowie einer natürliche Milchsäuregärung sehr erfrischend daher kommt. „Moment mal!“, höre ich den Düsseldorfer rufen. „Ein helles Alt? Wo gibt’s denn so etwas?“ Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine alte münstersche Tradition, die vom Brauer Phillip Overberg wiederbelebt wurde.

Zitronengelb mit einer stabilen feinporigen Schaumkrone verziert steht das Bier recht trüb im (Düsseldorfer- eins aus Münster habe ich nicht) Altbierglas vor mir. Es riecht süßlich fruchtig und ein bisschen säuerlich, ganz anders als die Altbiere, die ich sonst so kenne. Grapefruit und diverse andere Zitrusfrüchte geben sich ein Stelldichein.

Im Antrunk ist es dann erstmal wieder recht würzig und malzig, bevor auch hier die Fruchtaromen zuschlagen. Durch die oben bereits erwähnte Milchsäuregärung kommt auch eine feine säuerliche Note hinzu, allerdings angenehm dezent. Die Kohlensäure ist gut dosiert, nicht zu viel, nicht zu wenig.

Im Nachgang setzt eine schöne knackige Bittere ein, was bei dem körperreichen Getränk für einen langen Abgang sorgt. Ansonsten: 12°P, 5% vol. Alkohol.

Könnte auch fast als ein Pale Ale durchgehen, durch die Milchsäuregärung bekommt das Bier aber seine ganz eigene Note und damit auch Wiedererkennungswert. Sehr interessant, und durch die Summe der vielen verschiedenen Teile am Ende doch ein stimmiges Ganzes. Vier Sterne.

Soundtrack: Love Rollercoaster – Red Hot Chili Peppers

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