Weißenoher green MONKey Mandarina

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Zur Braukunst Live! 2014 hat die Klosterbrauerei Weißenohe die Reihe „Drei Hopfen-Ein Bier“ aufgelegt. Mit den Hopfensorten Hersbrucker, Polaris sowie Mandarina Bavaria. Letzteres hat heute den Weg in meine gute Stube und in mein Glas gefunden.

Hellblond und fast klar steht das Bier, das anscheinend auf einem Pils basiert, vor mir. Auf dem Foto sieht es dunkler aus, als es tatsächlich ist. Das Flaschendesign ist irgendwie eine Mischung aus traditionell und modern. Der feinporige Schaum hält sich so mittelmäßig lange auf dem Bier. Der Geruch ist einfach umwerfend. Sehr frische Aromen verschiedener Zitrusfrüchte. Ich stelle mir vor, wie ich an einem lauen Sommerabend auf meinem Balkon sitze und dieses leckere Bier wahrscheinlich viel zu schnell meine durstige Kehle hinab rinnt, noch bevor sich außen am Glas Kondenswasser bilden kann und an der Glaswand herunterläuft. Dazu der richtige Soundtrack…nein, der kommt immer am Schluss.

Ich kann es kaum erwarten, einen Schluck zu probieren. Fast traue ich mich gar nicht, die Angst vor einer Enttäuschung ist zu groß. Aber was soll’s, warm werden lassen will ich es ja auch nicht, nachdem mein Bierkühlschrank es auf die perfekte Trinktemperatur von exakt 8,9° C heruntergekühlt hat. Aber siehe da, alle Bedenken waren umsonst. Der Antrunk ist ebenso spritzig, sommerlich und fruchtig, wie der verheißungsvolle Duft es signalisiert hat. Der green MONKey mit „Bioland“-Siegel ist noch dazu vollmundig und rund im Abgang. Und das, obwohl die feine Bittere gar nicht so knapp ausgefallen ist. Was mache ich eigentlich, wenn ich das ausgetrunken habe? Dann kann ich eigentlich nur noch schlafen gehen. Da ich nichts vergleichbares im Haus habe, lässt sich das heute Abend nicht mehr toppen.

Bitte, liebe Mönche in Weißenohe, geht damit in Serie! Ich gebe heute vorsorglich schon mal fünf Sterne!

Soundtrack: Family Of The Year – Summer Girl

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Eisenharzer Pils Mandarina

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Heute wurde ich im Getränkemarkt meines Vertrauens mit den Worten „ich habe hier gerade was ganz neues reinbekommen“ begrüßt. Das Verkaufstalent von Frau Liebick bewundernd habe ich natürlich sofort zugegriffen. Es handelt sich um das Eisenharzer Pils Mandarina, für das ich mich kurzerhand entschieden habe. Die schicken Holzkästen, in denen das Bier dort steht, haben mich sehr an die Kästen einer anderen berühmten Brauerei am Chiemsee erinnert. Wohl kein Zufall, da der Braumeister, der sich für dieses Bier verantwortlich zeigt, wohl früher mal woanders gearbeitet hat, bevor er sein eigenes „Eisenharzer Brauhaus“ gegründet hat. Ansässig ist die Privatbrauerei Anton Rieg in Argenbühl im Allgäu.

Das Etikett der 0,5 l Bügelflasche ist eher sparsam, sowohl von der Größe als auch vom Informationsgehalt. Wir erfahren noch, dass die Stammwürze 11,8% und der Alkoholgehalt 4,8% Vol. beträgt.

Kommen wir zum Bier. Was mich gleich mal ganz glücklich macht, ist die schöne Schaumkrone. Fest und feinporig steht die Blume auf dem naturtrüben Bier. Auch die Hopfenblume hat mich beeindruckt, denn wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Pils, bei dem neben dem Brauwasser, hellen Gerstenbraumalzen und untergäriger Bierhefe der Tettnanger Hopfen Bavaria Mandarina verwendet wurde. Eine neue Aromahopfensorte, die in der diesjährigen Bierproduktion zum ersten mal Verwendung findet. Er ist eine Kreuzung einer alten Sorte aus Hüll mit der in der Craftbierszene verbreiteten amerikanischen Sorte Cascade. Entsprechend fällt auch der Geruch dieses Pilseners aus, grasig, gepaart mit Mandarine, Zitrus und Orange. Allerdings dezent, nicht, wie man sich jetzt z.B. ein Ale vorstellen würde. Zur Erinnerung, wir reden über ein Bier, das untergärig gebraut und natürlich nicht die Aromen eines obergärigen Bieres hat und auch nicht haben sollte.

Im Antrunk ist der Hopfen auch sogleich wahrnehmbar. Die etwas zu hohe Kohlensäure hindert mich leider ein bisschen daran, genauer hinzuschmecken. Der Körper ist vollmundig, das karamellartige Malz und die frischen Fruchtnoten gehen eine tolle Verbindung ein. Im Abgang kommt nochmal so richtig der Hopfen zum Einsatz, aber ohne dass die Süffigkeit darunter leiden würde.

Doch, hier melden meine Geschmacksknospen eindeutig: Pils. Und zwar ein ordentliches. Nur die etwas zu hohe Kohlensäure verhindert den fünften Stern.

Soundtrack: Foo Fighters – All My Life

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