Tilmans Die Dunkle

Tilmans Die Dunkle

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Neues vom Tilman aus München! Von vielen mit Spannung erwartet, ist sie nun endlich da: Die Dunkle! Altbewährt sozusagen, mit künstlerisch gestaltetem Etikett, das auf der Euro-Flasche prangt, kommt sie aus meinem 7° C kalten Kühlschrank. Das ist mir jetzt gerade für ein solches Bier etwas zu kalt, aber warm wird es ja um die Jahreszeit schnell.

Das etwas dunkler als kastanienbraune Bier wird von einer nicht allzu überschwänglichen hellbraunen Schaumkrone bedeckt. Und dann kommt der spannende Augenblick. Was die beiden anderen Sorten, die der Braumeister Tilman Ludwig bereits im Programm hat gemeinsam haben, ist nämlich der wunderschöne Duft. Entsprechend ist die Erwartungshaltung. Ich rieche Röstaromen und malzige Süße, so wie man sich das von einem einfachen Dunklen erhoffen würde. Eine riesige Hopfenblume erblüht leider nur bedingt vor meinem inneren Auge. Es gibt natürlich fruchtige Aromen, die an Beeren und Trockenfrüchte erinnern, aber nicht körbeweise.

Mal probieren…Gefällt mir spontan gut. Karamellige Süße, nicht zu viel Kohlensäure, kaffeeartige Röstaromen, Vollmundigkeit. Alles, was ein gescheites Dunkles eben mitbringen muss. Aber auch nicht viel mehr. Der Aha-Effekt, den „Das Helle“ sowohl bei mir als auch bei allen anderen, denen ich es zu trinken gegeben habe, ausgelöst hat, tritt bei diesem 5%igen dunklen Lager nicht auf. Muss ja auch nicht sein, nicht jeder Song wird sofort ein Hit. Oft braucht es halt auch ein paar Durchläufe (ist das nicht auch in diesem Zusammenhang ein tolles Wort?), bis man das volle Potenzial des Songs oder des Biers erkannt hat. Gut, dass ich bei Biervana nicht nur eine Flasche mitgenommen habe.

Einiges offenbart Die Dunkle dann noch im Abgang. Tatsächlich bleibt hier neben etwas Kaffee und dunkler Schokolade auch noch etwas oben erwähnte Frucht auf der Zunge liegen. Auffällig dabei ist, dass das sehr lange so ist. Alles in allem handelt es sich auch bei diesem Bier wieder um einen guten Wurf und somit kommen wir auch knapp über drei Sterne hinaus.

Soundtrack: Cats In The Cradle – Ugly Kid Joe

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Zwönitzer Feieromd Bier

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Zum Tag der Arbeit gibt es bei mir das Zwönitzer Feieromd Bier. Auf der Braukunst Live! wurde ich zum ersten mal auf diese Brauerei aus dem schönen Erzgebirge aufmerksam. 1997 gegründet, wird dort seit ein paar Jahren vom Braumeister Dominik Naumann gebraut, der das Familienunternehmen mittlerweile übernommen hat. Netterweise wurde mir das gesamte Sortiment nochmal im Nachgang der Münchner Biermesse zur Verfügung gestellt.

Sofort ins Auge sticht die schöne Kupferfarbe des klaren Bieres. Der Schaum ist beigefarben und cremig, und bleibt auch zum größten Teil eine Weile erhalten. Ein ausgeprägter röstiger Malzgeruch steigt mir in die Nase und treibt meine Erwartung in die Höhe.

Der Antrunk fällt erwartungsgemäß aus: Ein ausgeprägtes Malzbett, ein schöner voller Körper und eine leicht erhöhte Karbonisierung, die für meinen Geschmack ruhig etwas weniger sein dürfte.

Im Abgang kommt sogar noch Hopfenaromatik mit ins Spiel. Bis hierher hätte man es auch gut mit einem fränkischen Bier zu tun haben können, der klare trockene Abgang steht diesem hier aber sehr gut zu Gesichte. 4,8% Alkohol hat das untergärige Feieromd Bier, und da es wirklich süffig ist, darf man sich ruhig noch ein zweites davon genehmigen.

Zu beziehen sind die Zwönitzer Biere beispielsweise hier.

Soundtrack: Call It A Day – The Raconteurs

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Mahrs Bräu E.T.A. Hoffmann

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Das Mahrs Bräu E.T.A. Hoffmann aus Bamberg hatte schon ein etwas längeres klägliches Dasein hinten links in meinem Bierkühlschrank gefristet, als ich eines schönen Samstagnachmittags -Frau und Kind waren außer Haus- beschlossen habe, es mir jetzt endlich zu genehmigen. Diese Entscheidung sollte sich als richtig herausstellen.

In einem schönen dunklen Braunton, garniert mit einer mittelporigen beigefarbenen Schaumhaube, so hielt ich das auf exakt 7,8° C temperierte dunkle Lager in meinen Händen. Mit seinem röstigen, süßlichen Malzgeruch sorgte es dafür, dass es dort nicht lange blieb. So ähnlich wäre es dem Schriftsteller Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, nach dem das Bier benannt ist, möglicherweise an diesem Samstagnachmittag auch gegangen, wäre dieser nicht bereits im Jahre 1822 gestorben.

Durstig nahm ich also einen tiefen Zug aus dem Willibecher, was mir augenblicklich ein freudiges Lächeln ins Gesicht zauberte. Schöne Röstaromen, süßes Malz, eigentlich alle Attribute, die so ein fränkisches dunkles Bier aufweisen soll. Die Süffigkeit ist nicht zuletzt durch die nicht zu stark dosierte Kohlensäure wirklich groß, und ich hätte gern noch ein weiteres gehabt. Das hätte dann aber dazu geführt, dass ich meine Heimwerkeraufgabe, die ich mir für diesen Tag gestellt hatte, nicht planmäßig hätte beenden können. Gekauft habe ich dieses Bier mit den 5% Alkohol seitdem auch schon wieder. Und im Kühlschrank liegt es jetzt viel weiter vorn. Vier Sterne.

Soundtrack: One Life to Live – John Mayall / Walter Trout

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Reindler Dunkel

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Aus Leutershausen in Mittelfranken kommt mein heutiges Testbier, das Reindler Dunkel.

Es hat einen nicht ganz weißen Schaum und ist für ein Dunkles relativ hell, ich würde mal sagen, kupferfarben.

Das Bier riecht süßlich nach Karamell, was sehr verlockend ist. Im Antrunk kommen die Toffeenoten auch stark heraus. Leider wird der Spaß durch die etwas zu hoch dosierte Kohlensäure leicht getrübt.

Am Ende bleiben besagte Aromen noch eine Weile auf der Zunge, dazu kommt etwas Säure. Hopfenaromatik ist so gut wie nicht vorhanden. Was eine fränkische Landbrauerei dazu bewegt, statt natürlichem Rohstoff in einem chemischen Verfahren hergestelltes Hopfenextrakt beim Brauen zu verwenden, erschließt sich mir nach dem Genuss dieses Bieres noch immer nicht. Da spielt wohl die Haltbarkeit bzw. Lagerfähigkeit des Hopfens eine Rolle und somit am Ende des Tages wieder mal die Kosten.

Der Alkoholgehalt beträgt 5,3%, Stammwürze 13%.

Es reicht heute für knappe drei Sterne.

Soundtrack: This Sacrament – Nevermore

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