Alpirsbacher Klosterbräu Kleiner Mönch

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Ein gutes Helles zu brauen ist ja viel schwieriger, als viele denken. Beispielsweise bei IPAs oder auch Pale Ales ist es möglich, kleinere Fehlgeschmäcker einfach mit massivem Hopfeneinsatz zu übertünchen. Beim Hellen geht das nicht. Da muss alles passen. Ob das beim Alpirsbacher Klosterbräu Kleiner Mönch der Fall ist, soll der heutige Test ans Licht bringen.

Goldgelb, klar und mit einer kleinen aber feinen Schaumkrone versehen, macht der Kleine Mönch, der 2014 auch schon mal den European Beer Star mit nach Hause ins Kloster gebracht hat, im Glas schon mal eine gute Figur. Auch in der Nase passt soweit alles. Ein würziger, getreidig-malziger Duft trifft auf sehr dezent-fruchtige Hopfenaromatik. Alles nicht aufregend, eher unauffällig gut. So geht es dann auch im Antrunk weiter. Etwas spritzig und mit einem eher schlanken Körper präsentiert sich das Bier mit einem insgesamt angenehmen Mundgefühl. Mit 22 IBU ist das Getränk auch sehr wenig bitter, was einer Massengeschmackstauglichkeit sicher zuträglich ist. Ein Bier für jede Gelegenheit.

Zum Schluss gibt es ein wenig Hopfen für den hinteren Zungenteil, dazu kommt eine leichte, an Honig erinnernde Süße. Ich finde dieses Bier nicht spektakulär, aber ich mag es, da es trotz seiner unauffälligen Erscheinung gut rüber kommt. Passt alles. Und das ist mir heute vier Sterne in Richtung Schwarzwald wert.

Soundtrack: The Old Man – Kadavar

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Alpirsbacher Klosterbräu Spezial

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Auf die Alpirsbacher Klosterbrauerei bin ich so richtig erst auf der Braukunst Live! 2016 aufmerksam geworden. Das Versprechen, mir eine Kostprobe zur Verfügung zu stellen wurde postwendend eingehalten, so dass ich heute das Vergnügen habe, das Alpirsbacher Klosterbräu Spezial unter die Lupe zu nehmen.

Es handelt sich um ein Export, das mit 12° Plato eingebraut wurde und einen Alkoholgehalt von 5,2% vol. hat. Die goldgelbe Farbe und die schmale feste Schaumkrone lassen das Bier im Glas eine gute Figur machen. Würzig und malzig duftet es mir entgegen, eine leichte grasige Hopfennote schwingt ebenfalls mit.

Die gut, weil nicht zu stark dosierte Kohlensäure lässt den Antrunk zur Freude werden. Die malzigen Noten und die leichte Hopfenaromatik finden sich auch im Geschmack des vollmundigen Getränks wieder. Mit der Bitterung hat man sich sehr zurückgehalten, das macht das Bier sehr süffig.

Der Abgang lässt ein rundes Gesamtbild entstehen, das mir immer noch gefällt. Hier gibt es nicht wirklich etwas auszusetzen, somit gehen heute vier Sterne in den Schwarzwald.

Soundtrack: Bad Moon Rising – Creedence Clearwater Revival

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Klosterbräu Mallersdorf Kloster Hell

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Von der Braumeisterin Schwester Doris hatte ich vor einiger Zeit schon den Zoigl probiert. Heute ist das Klosterbräu Mallersdorf Kloster Hell an der Reihe. Sonnengelb und versehen mit einer guten und standhaften Schaumkrone ist optisch bei diesem Hellen schon mal alles im Lot.

Das Bier riecht süßlich, etwas brotig, und der Hopfen (für die Nerds: Magnum, Perle) ist ebenfalls gut wahrnehmbar. Ganz ähnlich gestaltet sich wenig überraschend auch der Antrunk. Eine schöne malzige Süße, ein fast schon volles Mundgefühl und nicht zu stark dosierte Kohlensäure machen dieses Bier enorm süffig. Bei glatten 5% vol. Alkohol (12,5°P) geht auch ausnahmsweise ein zweites.

Der Abgang ist für ein Helles recht lang, und obwohl Schwester Doris selbst sagt, dass das Bier nicht hopfenbetont ist, finde ich es im Vergleich mit anderen auch am Ende recht aromatisch. Hat mich überzeugt, und das ist mir auch knappe vier Sterne wert.

Soundtrack: Innuendo/Kashmir/Thank You – Robert Plant + Queen

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Urban Chestnut Hallertauer Hopfenperle

Urban Chestnut Hallertauer Hopfenperle

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In der ehemaligen Bürgerbräu in Wolnzach wird seit einigen Monaten wieder gebraut. Die Hallertauer Hopfenperle ist zwar eine traditionelle, dort beheimatete Sorte, die Brauerei wird aber seit einigen Monaten von der Urban Chestnut Brewing Company betrieben, die in Missouri in den US von A beheimatet ist. Zeit, einen der ersten Sude mal auf Herz und Nieren zu prüfen.

Eine schöne, strohgelbe Farbe hat das klare Bier. Aber wenn das vorherige von mir getestete Bier ein Schaumwunder war, dann ist dieses die kleine Schwester. Grobporig ist der weiße Schaum, und hat genau so lang angehalten, um noch auf dem Foto verewigt werden zu können. Fand ich etwas schade. Hier gibt es noch Verbesserungspotenzial.

Den Geruch fand ich nett, wenn auch nicht allzu spektakulär. Getreidig und mit einer ganz leicht fruchtigen Note versehen, animiert er dennoch zum Trinken. Ein mittelschlanker Körper, durchschnittlich dosierte Kohlensäure, da passt soweit alles. Der Name „Hopfenperle“ lässt leider eine gewisse Erwartungshaltung beim Craft-Bier-Affinen Konsumenten entstehen, der dieses Bier nicht gerecht wird. Vermutlich war das auch nie beabsichtigt, und ich fände es interessant, jemanden zu befragen, der das Originalbier noch kennt und dann vermutlich auch mit gewissen Erwartungen ankommt.

5,2 % vol. Alkohol hat das Getränk aus der Hallertau, geschmacklich fallen diese nicht allzu sehr ins Gewicht. Im Abgang hinterlässt das Bier einen leicht säuerlichen Geschmack, zur Hopfenaromatik hatte ich weiter oben schon etwas geschrieben.

Ich hoffe, dass die Urban Chestnut zukünftig noch ein paar spannendere Biere in Wolnzach brauen wird. Ich weiß aus einigen Verkostungen im Tap House zumindest, dass die Expertise dafür im Unternehmen vorhanden ist. Dieses Produkt hat mich leider nicht vom Hocker gehauen, und ich kann mir mit viel Wohlwollen gerade noch drei Sterne abringen.

Soundtrack: It’s The End Of The World – R.E.M.

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