Evil Twin Brewing Lil’B

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Die Eckdaten von diesem Bier lesen sich sehr interessant auf dem Flaschenrücken. Evil Twin Lil’B, ein Imperial Porter mit stolzen 11,5% vol. Alkohol, gebraut vom Mikkeller-Bruder Jeppe Jarnit-Bjergsø. Das könnte spannend werden. Eingeschenkt.

Tiefschwarz fließt das fast schon dickflüssig wirkende Gebräu in mein Glas. Oben bildet sich eine cappucinobraune feinporige Schaumkrone, die dort erstmal ein Weilchen verbleibt. Neugierig schiebe ich meine Nase über den Glasrand. Und obwohl ich schon hohe Erwartungen an das Bier habe, werde ich nicht enttäuscht. Malzige Röstaromen strömen an meine Rezeptoren, und sie bringen Kaffee mit, dunkle Schokolade, Vanille und Karamell. Sehr überzeugend.

So auch der erste Schluck. Süß strömt es über meine Zunge und interessanterweise schwimmen auch ein paar Fruchtnoten mit, für die sich die obergärige Hefe und natürlich der Hopfen verantwortlich zeigen. Danach wird es langsam bitter, und Kaffee und Schokolade gewinnen wieder die Oberhand. Die Kohlensäure ist gut weil nicht zu stark dosiert. Im Mund wirkt das Bier nicht ganz so dickflüssig und ölig wie man beim Eingießen vermuten könnte.

Bevor es ans Finish geht, zeigen sich noch ein paar getrocknete Früchte im komplexen Aromenspiel, bevor dann die Bittere einsetzt und der endlos lange Nachtrunk folgt. An den Alkoholgehalt denke ich dabei, obwohl er hoch ist, zu keiner Zeit.

Ja, es war erwartungsgemäß spannend. Ich würde es jederzeit wieder tun. Fünf Sterne.

Soundtrack: Purple Rain – Cover von Bruce Springsteen, der zu Ehren des verstorbenen Prince seine Show in Brooklyn mit dem Song eröffnet

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