Hopfenfänger India Pale Ale

Hopfenfänger India Pale Ale

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Im Getränkeladen in meiner niedersächsischen Heimat bin ich über das Hopfenfänger India Pale Ale aus der Bremer Braumanufaktur gestolpert. Da ich sonst meistens über IPAs aus Hamburg schreibe, habe ich es mal mit eingepackt.

Der mittelporige Schaum ziert ein leicht trübes Bier von dunkelgelber Farbe. Zitrusnoten steigen aus dem Glas empor, allerdings nicht in der Intensität, wie ich das von vielen anderen IPAs kenne. Man muss den Rüssel schon fast mit der Spitze ins Bier stecken, damit hier was rüberkommt. Der Antrunk gestaltet sich da schon etwas besser. Zwar dominiert eine recht starke Herbe, aber es kommt auch etwas Malz durch. Trotzdem bleibt der Körper maximal mittelschlank. Das überrascht bei einem Bier mit einem Alkoholgehalt von 7,5%. Dieser wurde durch Zugabe von Zucker, das Reinheitsgebot außer Acht lassend, wohl noch etwas nach oben korrigiert. Kann man machen, muss man aber nicht.

Im Abgang ist außer Bittere auch nicht mehr viel zu entdecken. Ich hoffe, dass die Bremer Biermanufaktur noch ein paar mehr Sorten in petto hat. Diese hat mich nicht vom Hocker gehauen und ich kann mir mit Ach und Krach heute drei Sterne abringen.

Soundtrack: Catch Without Arms – Dredg

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Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA

Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA

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Das Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA ist auch eins dieser Biere, deren Test schon lange überfällig ist. Und das nicht nur, weil es sich schon seit ein paar Wochen in meinem Bierkühlschrank befindet. Wendelin Quadt, einer der beiden Mitglieder von Kuehn Kunz Rosen (ja, richtig bemerkt: Dies sind nicht die Nachnamen der Inhaber) und ich sind uns jetzt schon ein paar Mal bei irgendwelchen Bier-Nerd-Treffen über den Weg gelaufen. Zeit wird es also zu schauen, ob dieses Weizen-India Pale Ale bei mir einen ähnlich guten Eindruck hinterlassen kann wie Wendelin selbst.

Bernsteinfarben und leicht trüb ist das Bier. Der Schaum ist fein- bis mittelporig und hält sich stabil. Es riecht großartig. Passionsfrucht, florale- und diverse Zitrusaromen dominieren in der Nase. Dazu kommt ein süßlicher Malzgeruch. Im Mund setzt sich fort, was vorher schon zu riechen war. Es dominieren Fruchtnoten, die auf einem ausgewogenen Malzbett daherkommen. Später kommt eine leichte Schärfe dazu, Säure ist auch vorhanden. Schon recht komplex. Hier wurden auch einige verschiedene Malzsorten und einige verschiedene Hopfensorten verwendet. Das allerdings so, dass das Ergebnis ein recht stimmiges Gesamtbild ergibt. 7% vol. Alkohol sind drin. Gut gefällt mir auch die keksartige Restsüße und die sehr angenehm und nicht zu hoch dosierte Kohlensäure.

Im Abgang wird es weniger bitter, als bei so manchen anderen IPAs. Das erhöht die Trinkbarkeit und überfordert auch keinen Einsteiger. Da sind vier Sterne drin.

Soundtrack: Into the Mystic – Van Morrison

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Maisel & Friends Simcoe Ale

Maisel & Friends Simcoe Ale

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„Wow, so neu, dass noch nicht mal die Etiketten fertig gedruckt sind“ war mein erster Gedanke beim Auspacken des Pakets, das mir Maisel & Friends netterweise haben zukommen lassen. Zwei Flaschen des neuen Simcoe Ale, ein Single Hop IPA waren drin. Bei näherer Betrachtung des Flaschenhalses kam ich dann aber zu dem Schluss, dass das wohl so soll, ohne Etikett, denn alle relevanten Informationen befinden sich auf der oberen Banderole.

Eine ganze Menge Hefe hatte sich am Flascheninnenrand abgesetzt, aufgrund meiner liegenden Lagerung. Die musste ich erstmal wegschütteln fürs Foto, weshalb das Bier im Glas am Ende sehr trüb ausschaut. Also zukünftig die Flaschen wieder stehend kühlen, soweit mein Learning des Tages. Das dunkelgelbe IPA mit der stabilen fein- bis mittelporigen Schaumkrone riecht nach Grapefruit und Zitrus, möglicherweise etwas Limette. Auch die Hefe meldet sich vor dem Trinken schon mal bei den Geruchsrezeptoren an.

Der ersehnte erste Schluck. Positiv fällt die gut eingebundene Kohlensäure auf. Recht malzig geht es zu, und durch das teilweise verwendete Weizenmalz ist auch eine Ähnlichkeit zu kaltgehopftem Weißbier erkennbar. Ehrlich gesagt ist die Ähnlichkeit sogar größer als zu einem IPA. Die 40 IBU reißen diesbezüglich das Ruder auch im Abgang nicht herum, so dass ich abschließend sagen muss, dass es sich hier zwar um ein gut trinkbares Pale Ale handelt, die Erwartungen, die der Flaschenaufdruck IPA geweckt hat dann wohl aber doch zu hoch waren. Das ergibt drei Sterne in Richtung Bayreuth.

Soundtrack: Honesty – Editors (live)

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Saint Archer IPA

Saint Archer IPA

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Aus San Diego kommt das Saint Archer IPA, welches heute zur Verkostung ansteht. Bier Deluxe war vor ein paar Monaten so nett, mir das Getränk neben einigen anderen flüssigen Spezereien zur Verfügung zu stellen. Jetzt wird es Zeit, es langsam mal zu auszutrinken.

Ein schön lang anhaltender feinporiger Schaum steht auf dem relativ hellen und klaren goldenen IPA. Sieht gut aus. Und auch der Geruch weiß vom ersten Augenblick an mit seinen ausgeprägten Zitrus- und Grapefruitnoten zu überzeugen, die von weiteren tropischen Früchten flankiert werden. Manchmal weiß ich schon vor dem Probieren, dass ich es mit einem tollen Bier zu tun habe. Ob das wohl diesmal auch der Fall ist?

Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt rapide an, als ich als erstes auf die schöne Restsüße treffe, die ein wunderbarer Boden für die tropischen Fruchtaromen ist, die sich auch jetzt sofort manifestieren. Hinzu kommt etwas Orangenschale und Ananas.

Auch die Kohlensäure ist perfekt dosiert, und das volle, aber nicht überladene Mundgefühl macht schon wieder Lust auf den nächsten Schluck. Die 6,8% vol. Alkohol runden das Gesamtbild gut ab und stören nicht weiter.

Der Abgang ist recht trocken, und ich muss feststellen, dass ich es hier nicht nur mit einem guten, sondern auch sehr süffigen IPA zu tun habe. Vier Sterne.

Soundtrack: St. Vitus Dance – Black Sabbath

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