Maxbrauerei Biermanufaktur Hopfenschweinerei

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Was ist denn das für eine Schweinerei? Die Maxbrauerei Biermanufaktur Hopfenschweinerei! „Als sommerliche Erfrischung brauen wir unser Zwick’l Hell einmal anders. Amerikanischer Cascade Hopfen und australischer Ella Hopfen verleihen der Hopfenschweinerei einen Geruch nach Mandarine und einen Geschmack nach tropischen Früchten.“, soweit die Beschreibung auf der Webseite. Das klingt gut und schreit nach einem ausführlichen Test.

Kanariengelb und trüb mit einer feinporigen Schaumkrone, die relativ schnell verschwindet, soviel zur Optik. Es riecht wirklich fabelhaft nach Zitrone, Mandarine und Grapefruit, so richtig schön sommerlich. Mal sehen, was der erste Schluck alles so mit sich bringt.

Recht spritzig im Antrunk mit einem fast schon schlanken Körper kommen die Fruchtaromen auch auf der Zunge gut an. Die Säure passt gut dazu, auch wenn es für mich persönlich ein ganz kleines bisschen zuviel davon ist. Der Unterbau ist getreideartig und solide.

Zum Ende wird es ein bisschen wässrig, aber mit angenehmer Hopfenaromatik. Man meint, es hier mit einem Bier aus der Sommer-Ale Reihe zu tun zu haben, nur das dieses hier untergärig gebraut wurde.

Gefällt mir eigentlich ganz gut, diese Interpretation eines klassischen Hellen. Es gab aber schon größere Highlights diesen Sommer. Trotzdem reicht es diesmal locker für drei Sterne.

Soundtrack: Bob Marley – Sun is Shining

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Pyraser 6-Korn Bier

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Heute trinke ich für euch das Pyraser 6-Korn Bier. Die Biere aus Pyras, die ich bisher genossen habe, waren ausnahmslos gut. Mal sehen, ob das auch so bleibt…

Das informative Etikett verrät uns vorab folgendes: „Eine besondere Herausforderung für Mälzer und Braumeister: ein gutes Bier aus sechs wertvollen Getreidesorten zu brauen. Gerste, Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer und das Urgetreide Emmer hat Braumeister Helmut Sauerhammer in seinem naturtrüben 6-Korn Bier zu einem Meisterstück fränkischer Braukunst verbunden.“

Die Farbe des obergärigen hefetrüben Bieres ist irgendwo zwischen dunklem Bernstein und Hellbraun. Schwer zu beschreiben. Die Schaumkrone ist feinporig und fällt auch nicht sofort in sich zusammen.

Es riecht tatsächlich wie ein Kornfeld, dazu kommt ein karamellartiger, würziger, ganz leicht röstiger Duft und auch etwas Hopfen. Lecker! Ich möchte gar nicht mehr aufhören zu schnuppern.

Der erste Schluck bestätigt, was die Nase schon vorher ahnte. Eine leicht säuerliche, fruchtige Note trifft auf etwas Restsüße, einen vollmundigen Körper und gut dosierte Kohlensäure.

Der relativ lange Abgang ist recht mild und es bleibt die bereits angesprochene Säure auf der Zunge zurück. Ein Bier, das für Sommer und Winter gleichermaßen geeignet ist, auch wenn es mit nur 4,6% Alkohol auf jeden Fall gut für die warme Jahreszeit beschaffen ist. Stammwürze 11,2%. Sehr interessant.

Als ich das Rotbier getestet habe, hat sich die Chefin Marlies Bernreuther auf ihrer Facebook-Seite  -zu Recht- über die schlechte Qualität meines Fotos geäußert. Ich hoffe, ich konnte das jetzt ein kleines Bisschen nach oben korrigieren. 🙂

Vier Sterne.

Soundtrack: Iron Maiden – The Number of the Beast

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Grevensteiner naturtrübes Landbier

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Ein weiteres Indiz dafür, dass Craft-Bier langsam aber sicher in der Gesellschaft ankommt, ist, dass mein heutiges Testbier zum einen aus dem eher industriellen Sektor, nämlich aus der Veltins-Brauerei kommt und zum anderen ein Ostergeschenk meiner Eltern war. Es handelt sich um das Grevensteiner Landbier.

Ein echter Hingucker ist die 0,5 l Steinieflasche mit dem schön designten Etikett. Darin befindet sich ein „Landbier“, was in diesem Fall ein untergäriges naturtrübes Kellerbier ist.

Ins Glas damit! Eine sehr schöne rötliche Kupferfarbe, die in Richtung Bernstein geht. Der Schaum ist eher mittel- als feinporig und macht sich leider nach kurzer Zeit rar. Ein karamelliger Malzgeruch macht Lust auf den ersten Schluck. Dieser fällt ebenfalls süßlich malzig aus und wird von einer mineralischen Würze begleitet. Die Kohlensäure ist wohl dosiert, das vollmundige Bier wirkt teilweise fast spritzig.

Hopfenbittere kommt im Abgang fast gar nicht auf, nur etwas Säure ist spürbar. Süffig und viel besser, als ich gedacht hätte. Das ist auf jeden Fall der richtige Weg, den die Industrie in diesem Fall eingeschlagen hat, und gute drei Sterne wert.

Soundtrack: Rolling Stones – Heart of Stone

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Riegele Kellerbier

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Heute gibt es mal wieder etwas Regionales, nämlich das Kellerbier aus dem Brauhaus Riegele in Augsburg, welches ich vor ein paar Wochen auch schon persönlich kennenlernen durfte. Allerdings nur das Wirtshaus. Ich hoffe, dass sich das in naher Zukunft ändern wird. Es lohnt sich aber auf alle Fälle, dort mal vorbeizuschauen, wenn man in der Gegend ist, das es eine tolle Einrichtung hat (mit einem Traum von Herrenklo), sehr familienfreundlich ist, einen eigenen Biershop hat und das Essen auch noch sehr gut ist. Da momentan die neuen acht Sorten von Riegele in aller Munde sind und von den Bloggerkollegen rege getestet werden, widme ich mich heute dieser ‚vergessenen‘ Perle.

Zuerst möchte ich aber der Frage nachgehen, was genau man eigentlich unter einem Kellerbier versteht. Laut Wikipedia ist ein Kellerbier das gleiche wie ein Zwickelbier, nämlich in erster Linie ein ungefiltertes, also naturtrübes Bier, welches sowohl obergärig als auch untergärig sein kann und mit verschiedenen Malzen gebraut wird. Direkt nach der Nachgärung wird es, so wie es aus dem Reifekeller kommt, abgefüllt. Nun gut.

In unserem Fall haben wir es mit einem obergärigen Bier zu tun, welches mit einer speziellen Ale-Hefe „von einem befreundeten Brauer aus England“ vergoren wurde, wie auf der Webseite nachzulesen ist. Diese gibt dem Bier auf jeden Fall eine unverwechselbare Note, der Geruch ist sehr fruchtig mit Anklängen von Gewürznelken. Aber eines nach dem anderen.
Die Farbe würde ich mal als dunklen Bernstein bezeichnen. Die Trübung ist gar nicht mal so stark, wie man jetzt vermuten könnte. Die Schaumkrone ist recht kräftig und auch relativ standfest.
Im Antrunk kommen die eingangs erwähnten Fruchtnoten als erstes durch, und sie werden getragen von einem sehr angenehmen karamellsüßen Malz. Dazu kommt eine deutlich vernehmbare Säure, die das ganze sehr erfrischend und süffig macht.
Im Abgang kommen nochmals die besagten Zitrusnoten auf. Der vollmundige Körper, der einzigartige Geruch und die im Abgang sogar wahrnehmbare leichte Bittere machen das Riegele Kellerbier für mich zu einem echten Ausnahmebier.

Da bleibt mir nichts anderes übrig, als die volle Punktzahl zu vergeben.

Soundtrack: Pearl Jam – Amongst The Waves

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