Thorbräu Celtic Bier

image

Ein kühles Bier nach getaner Arbeit, was für den Durst sollte es sein. Nicht zu fein, eher rustikal, so sprach mich das Etikett des Thorbräu Celtic Bier aus Augsburg an diesem Tag direkt an.

Goldgelb und fast klar steht es dann, gekrönt von weißem grobporigen Schaum, der sich aber schnell wieder verzogen hat, in meinem Willibecher vor mir.

Brotig und nach Getreide duftend wartet es darauf, von mir probiert zu werden. Da meine Kehle an dem Abend sehr ausgetrocknet ist, tu ich ihm natürlich schnell den Gefallen. Interessanterweise fällt als erstes sofort die Bittere auf, bevor es dann malzig süßlich und brotig weiter geht. Allein aufgrund der Lage der Geschmacksknospen auf der Zunge müsste es eigentlich anders herum sein.

Körperreich ist es nicht, aber auch nicht dünn. Irgendwo dazwischen. Mit 5% vol. Alkohol (12% Stw.) ist es nicht zu stark und macht es durstkompatibel.

Der Abgang ist dann auch wieder recht lang, aber irgendwie nicht mein Fall. Dieses Bier wirkt auf mich etwas kantig, und ich muss sagen, dass das Etikett sehr gut zum Bier passt. Mehr als gute zwei Sterne kann mein Gaumen da heute leider nicht nach Augsburg schicken.

Soundtrack: Celtic Frost – Circle of the Tyrants

2 votes, average: 2,00 out of 52 votes, average: 2,00 out of 52 votes, average: 2,00 out of 52 votes, average: 2,00 out of 52 votes, average: 2,00 out of 5 Loading...

Helles Schlenkerla Lagerbier

image

Am vergangenen Wochenende war ich auf Bier-Entdeckungsreise in der „heimlichen“ Bierhauptstadt Bamberg. Dort angekommen, war mein erster Besuch in einem der besten Getränkemärkte der Stadt, wohin mich der Kollege Norbert Krines vom Blog Bier des Tages geführt hat und mich dort sehr gut beraten hat. Natürlich haben wir im Verlauf des weiteren Tages noch viel mehr zu sehen und zu trinken bekommen, dafür an der Stelle nochmal meinen besten Dank! Wer vorhat, nach Bamberg zu reisen, was ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann, hat ein Riesenglück, wenn er Norbert als Stadt- und Brauereiführer bekommen kann.

Neben einigen anderen flüssigen Kostbarkeiten, über die es hier in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch zu lesen geben wird, habe ich das Helle Schlenkerla Lagerbier mitgebracht, sozusagen den kleinen Bruder des international bekannten und nicht von jedem geliebten Aecht Schlenkerla Rauchbiers aus der Heller Bräu Trum, wohl bekannter als der „Schlenk“ in Bamberg.

Dieses Lagerbier ist zwar nicht mit Rauchmalz gebraut, riecht aber sofort nach dem Öffnen der Flasche schon rauchig. Das rührt daher, dass es „in den gleichen alten Kupferkesseln und mit derselben untergärigen Hefe vergoren wird“, wie sein oben erwähnter großer Bruder. Dazu kommt eine verführerische süßliche Malznote. Der auf dem Etikett ebenfalls erwähnte „subtile“ Rauchgeschmack ist für den nicht so geübten Rauchbiertrinker eigentlich gar nicht so wenig vorhanden, wie man jetzt denken könnte. Im Antrunk ist die rauchige Note bei dem schönen klaren goldgelben Bier mit der feinporigen, aber flüchtigen Schaumkrone ebenfalls sofort präsent. Dazu gesellt sich eine feine aromatische grasige Hopfennote. Säure ist kaum zu spüren. Das Mundgefühl bei diesem Bier ist sehr weich und rund, was zum Teil auch dem fantastischen Brauwasser in Bamberg und Umgebung geschuldet sein mag. Es ist fast schon spritzig, was aber irgendwie ganz gut ins Gesamtkonzept passt.

Hier haben wir es zweifelsohne mit einem der interessantesten Vertreter von hellem Lagerbier zu tun. Wer kein Rauchbier mag oder noch nie eins getrunken hat, sollte sich daran versuchen. Mit nur 4,3% Vol. Alkohol ist dieses Lager unbedingt eine kleine Sünde wert. Dies unterstreiche ich mit vier Sternen.

Soundtrack: The Doors – Light My Fire

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Maierbräu Altomünster – Mensch Maier

image

Vor ein paar Wochen bei einem Besuch bei einem Kollegen im Dachauer Land bin ich beim Einkauf in der örtlichen Dorfmetzgerei auf dieses interessante Fundstück gestoßen. Mensch Maier von Maierbräu in Altomünster. Ein untergäriges helles Lagerbier mit 4,9% Alkohol.

Goldgelb, mit einer mittel- bis feinporigen Schaumkrone, die sich so mäßig lange auf dem Bier hält, steht das Bier vor mir im Glas. Der Geruch ist malzig süßlich mit Anklängen von Aromahopfen. Im Antrunk kaum bitter, dafür recht malzig. Die Kohlensäure ist relativ hoch dosiert für ein Lager, aber noch im Rahmen.

Im Abgang etwas wässrig und sehr schwach gehopft, worunter die Süffigkeit allerdings nicht leidet. Ein eher unauffälliges Bier, das nicht lange in Erinnerung bleibt, aber trotzdem solide daher kommt. Dafür gibt es heute von mir knappe drei Sterne.

Soundtrack: Ton Steine Scherben – Mensch Meier

3 votes, average: 3,00 out of 53 votes, average: 3,00 out of 53 votes, average: 3,00 out of 53 votes, average: 3,00 out of 53 votes, average: 3,00 out of 5 Loading...
Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterVisit Us On Google PlusCheck Our Feed