Meantime London Pale Ale

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Das Meantime London Pale Ale ist sozusagen das Brot- und Butter-Bier der englischen Brauerei, die Mitte letzten Jahres von SAB Miller aufgekauft wurde.  Bislang war das aber noch kein Grund, keine vernünftigen Biere mehr zu brauen. Schauen wir uns heute mal das Pale Ale etwas genauer an.

Dunkelgelb in Richtung Bernstein ist der Farbton des Getränks, und es wird von einer beigefarbenen Schaumkrone verziert, die weder besonders dicht, noch langlebig ist. Es riecht schön fruchtig mit Zitrusnoten, die von Grapefruit und einem charakteristischen Hefegeruch flankiert werden. Der Antrunk ist etwas wässrig, eher wenig malzig, was aber gut zum schlanken Körper des Bieres passt. Durch die nicht zu hoch dosierte Kohlensäure hindurch kommt es zu einem kurzen, trockenen Finish.

So richtig begeistern kann mich dieses Pale Ale jetzt nicht, auch wenn ich aus dem Umfeld der großen Konzerne auch schon mehr enttäuscht worden bin. Es eignet sich sicher hervorragend, um mit Freunden ein paar mehr davon zu trinken. Als Genussbier würde ich es aber tatsächlich eher weniger bezeichnen.

Soundtrack: Meantime – The Futureheads

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Lägere Bräu Pale Ale

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Als zweites von den Bieren, die mir ein Freund aus der Schweiz mitgebracht hat, habe ich heute das Lägere Bräu Pale Ale im Glas. Es kommt von der Klosterhalbinsel in Wettingen, wo seit dem Jahr 2000 erst ganz klein, und seit 2008 in größerem Umfang gebraut wird.

Bei grünen Etiketten bekommen die Bilder bei mir immer einen Grünstich, ich bitte das zu entschuldigen. Ich muss das wohl mal mit dem Fotografen meines Vertrauens bereden.  Nun ja, das Bier ist jedenfalls goldgelb und leicht trüb. Eine ausgeprägte mittelporige Schaumkrone befindet sich darauf.

In der Nase sammeln sich die obligatorischen Zitrusaromen, vom Malz ist deutlich weniger zu riechen. Das Bier wirkt schon im Antrunk  recht bitter, und das bleibt auch im weiteren Verlauf der dominierende Eindruck, bei nur 27 IBU. Der Körper kommt eher schlank daher, und die Karbonisierung fällt im oberen Mittelmaß aus. Leider hält sich die erwähnte Bittere bis zum Schluss etwas kratzig im Hals. Nein, so richtig dicke Freunde werden dieses Pale Ale und ich heute Abend nicht mehr.

Für den warmen Sommertag am See als Durstlöscher sicher in Ordnung, und so gehen heute leider nur zwei Sterne in die Schweiz.

Soundtrack: Imitation Of Life – R.E.M.

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Kraftbierwerkstatt Toxic Harvest Ale

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Nachdem ich vor einiger Zeit bereits das Awesome Amber Ale testen durfte, ist heute das Kraftbierwerkstatt Toxic Harvest Ale an der Reihe. Über das besonders schön gestaltete Etikett habe ich mich bereits beim Einschenken gefreut. Mal sehen, ob der Inhalt mich ebenso überzeugen kann.

Leicht trüb, in einem ansprechenden Orangeton gehalten und verziert mit einer schmalen, fein- bis mittelporigen Schaumkrone steht das Bier zum Fototermin vor mir. Süßes Malz, leicht grasige Hopfennoten und einige frische, nicht überladene Fruchtnoten ziehen in meine Nase. Dieser Geruch spricht mich an.

5% vol. Alkohol hat das Bier, Stammwürze 12%, 28 Bittereinheiten. Etwas Pfirsich, ein bisschen Banane, gepaart mit einer angenehmen Restsüße, das ist der erste Eindruck im Antrunk. Dazu recht hohe Kohlensäure, die für meinen persönlichen Geschmack ruhig etwas weniger sein dürfte. Das Bier wurde mit ober- und untergäriger Hefe vergoren, und es wurden je fünf Malz- und Hopfensorten verwendet, was es vom Geschmack her bis zum Schluss interessant bleiben lässt. Trotzdem wirkt es in sich stimmig und macht Spaß. Eher was für den Sommer als für den Winter.

Zum Ende hin setzt eine leichte Bittere ein, und der grasige Hopfen bekommt noch mal seine Bühne. Eine Weile bleiben die Aromen noch auf der Zunge. Das sind diesmal knappe vier Sterne!

Soundtrack: Harvester Of Sorrow – Metallica

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Wiethaler Hoptimum Pale Ale

Wiethaler Hoptimum Pale Ale

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Zum Wiethaler Hoptimum Pale Ale bin ich gekommen, wie die buchstäbliche Jungfrau zum Kinde. Auf einer langen Autofahrt vom Norden zurück in den Süden der Republik hatten meine Familie und ich irgendwann Hunger. Da Franken mich diesbezüglich noch niemals enttäuscht hat, bat ich meine Frau, uns einen schönen Gasthof im Internet zu suchen. Nicht zu weit weg von der Autobahn und im Idealfall natürlich mit Brauerei. Gesagt, getan. Und so fanden wir uns in Neunhof in der Nähe von Lauf a.d. Pegnitz wieder, wo ich schon an der Tür des schönen Brauerei-Gasthofes mit den warmen Worten „Pale Ale“ begrüßt wurde. Ach ja, das Essen war natürlich auch gut. Den Rest zurück fahren durfte die Frau. Aber jetzt endlich zum Bier.

Strohblond und trüb, bedeckt mit weißem fein- bis mittelporigem Schaum ist das Bier. Auffallend ist der Geruch, den der Cascade- und Amarillo-Hopfen in dem Bier hinterlassen hat. Zitrusnoten, etwas Grapefruit, und das in einer Intensität, dass man schon eher an ein IPA denken muss. Im Antrunk dominiert in dem spritzigen Bier auch erst Bittere, schnell setzen sich jedoch die Zitrusnoten auch auf den Geschmacksknospen durch. Aber auch das Malz lässt sich blicken in Form von karamelligen Toffee-Anklängen. Sehr rund bleibt der Gesamteindruck bis zum Schluss.

Eine kleine Anekdote noch zu diesem Bier. Jüngst auf der Brau Beviale traf ich meinen geschätzten Blogger-Kollegen Norbert von Bier des Tages und erzählte ihm natürlich sofort von meiner Entdeckung. Er, der mittlerweile bei Nr. 1820 getrunkener Biere aus Franken angekommen ist, hatte nur ein müdes Gähnen übrig und erwiderte, dass er bereits vor Jahren dort gewesen sei, aber von dem 5,8%igen Pale Ale immerhin so begeistert war, dass er sofort seinen Freund Gerhard vom Café Abseits in Bamberg angerufen hat, um ihm mitzuteilen, dass er dieses Bier doch bitte unbesehen in seine Karte aufnehmen müsse. Das ist dann auch so passiert, und ich denke, Gerhard hat es nicht bereut. Vier Sterne gibt es von mir.

Soundtrack: Stone Dead Forever – Motörhead (für Phil Taylor, R.I.P.)

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