Mikes Wanderlust Session Pale Ale

Mikes Wanderlust Session Pale Ale

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Schnell, bevor der Sommer vorbei ist! In meinem Kühlschrank schlummert seit einigen Wochen das Mikes Wanderlust Session Pale Ale. Gebraut wird es von der Brauerei Krieger aus Landau.

Der Geruch überzeugt. Auf dem hell bernsteinfarbenen obergärigen Bier befindet sich nach dem Eingießen eine Mords-Schaumkrone. Diese bleibt so lange bestehen, dass ich es kaum abwarten kann, endlich mal ausgiebig zu riechen. Das Ergebnis: Schaum an der Nasenspitze. Egal, hat keiner gesehen. Trotz dieser kleinen Widrigkeit bin ich über den süßen Duft nach tropischen Früchten, die hauptsächlich aus der Zitrusecke (Mandarine, Zitrone, aber auch Aprikose) stammen, ganz glücklich und bereit, den ersten Schluck zu probieren.

Was sich beim Einschenken schon angedeutet hat, bestätigt sich im Mund: Starke Karbonisierung. Hier geht es ordentlich spritzig zur Sache. Da es sich aber bei einem Bier mit nur 3,6% vol. Alkohol wohl um eine sommerliche Erfrischung handeln soll, unterstelle ich jetzt mal, dass das so gewollt ist. Hat sich der erste Sturm erstmal etwas gelegt, fange ich auch an, was zu schmecken. Das Malzbett ist gar nicht mal so übel. Ansonsten ist das Bier vom Körper her natürlich eher schlank. Ich empfinde es aber, und das ist an der Stelle wichtig, auch nicht wässrig. Hier hat halt der Hopfen das Sagen.

Am Ende wird es leicht bitter, und der Abgang ist gar nicht mal so kurz. Ich persönlich empfinde die Kohlensäure als etwas zu hoch dosiert. Nimmt man diesen Punkt aber weg, hat man es mit einem unheimlich süffigen, leckeren Bierchen für heiße Sommertage- und Nächte zu tun. Macht Lust auf mehr. Gute drei Sterne.

Soundtrack: The Impression That I Get – The Mighty Mighty Bosstones

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Urban Chestnut Zuagroast Pale Ale

Urban Chestnut Zuagroast Pale Ale

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In Wolnzach in der ehemaligen Burgerbräu werden seit einigen Monaten wieder Biere gebraut. Nachdem ich mir zuerst die Hopfenperle angeschaut hatte, werde ich mich heute mal an das Urban Chestnut Zuagroast Pale Ale machen.

Es gibt bestimmte Farben, die mich bei Bieren fast immer sofort ansprechen. Dazu gehört eindeutig auch der wunderbare klare Bernstein-Ton, den dieses Pale Ale aufweist. Etwas schade, dass die Krone aus feinporigem Schaum sich nicht noch etwas länger auf dem Bier gehalten hat, aber Schaum…ähm…Schwamm drüber.

Dafür riecht das obergärige Bier wirklich großartig. Zitrusfrüchte von Zitrone bis Mandarine, und sogar ein paar Erdbeeren sind mit dabei. Daneben eine angenehme malzige Süße, die Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk weiß zu gefallen. Richtig schön kräftig geht es zur Sache, vollmundig ist es auch. Die Kohlensäure passt perfekt. Die Zitrusnoten kommen jetzt noch mal richtig klar heraus, das süße aber nicht klebrige Malzbett darunter bettet die Aromen ein. Aus 14% Stammwürze sind unter anderem 5,7% Alkohol geworden, die diesem Pale Ale gut zu Gesichte stehen.

36 IBU sorgen im Abgang dafür, dass es nach hinten raus nicht langweilig wird, und das bleibt auch noch eine Weile so. Hüll Melon, Mandarina und Cascade haben ganze Arbeit geleistet. Ein tolles Pale Ale, das sogar noch Potenzial nach oben hat. Vier Sterne!

Soundtrack: The Misery Index – Boysetsfire (Berlin Sessions #60)

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Ratsherrn Backyard Beach Summer Ale

Ratsherrn Backyard Beach Summer Ale

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Heute wird es mal wieder Zeit für etwas der allgemeinen Meinung entsprechend Sommerliches. Warum ich mich so sperrig ausdrücke? Na ja, ich trinke auch im Sommer gerne schwere Imperial Stouts, dunkle Doppelböcke usw. Und andersherum finde ich es auch manchmal schön, mir zum Beispiel mit einem Ratsherrn Summer Ale auch im Winter mal ein Stück Sommer ins Haus zu holen und mich dabei an die schöne Jahreszeit zu erinnern. Für mich sind Bierstile nicht Jahreszeitenabhängig. Trotzdem habe ich jetzt im warmen Sommer wie zufällig ein Summer Ale im Glas und werde mal versuchen zu beschreiben, wie das so aussieht und schmeckt.

Der Schaum auf dem naturtrüben goldgelben Bier ist mittel- feinporig und recht standfest. Es duftet sommerlich nach Zitrus und Orange. Da es mit 4,5% vol. Alkohol etwas leichter eingebraut wurde, kann ich mich da an diesem heißen Tag wohl ruhig dran trauen.

Der erste Schluck fällt wenig spektakulär aus. Etwas wässrig und mit einem schlankem Körper kommt das Bier daher. Die Kohlensäure ist eher etwas niedriger dosiert, was mir persönlich aber meistens und auch in diesem Fall gefällt. Im weiteren Verlauf bleibt das Getränk gefällig. Müsste man in größeren Mengen im Biergarten verfügbar haben. Da würde es auf jeden Fall eine bessere Figur machen als das, was man in den meisten Biergärten in unseren Breitengraden sonst so ausgeschenkt bekommt.

Am Ende wird es etwas trocken und die fruchtigen Aromen dürfen noch kurz nachwirken. Ich bin mit meiner Wahl zufrieden, auch wenn es heute keine Geschmacksexplosion gab. Ein solider Durstlöscher für warme Tage. Drei Sterne.

Zu kaufen gibt es das Ale übrigens zum Beispiel hier.

Soundtrack: Nomadic – Backyard Babies

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Karl Strauss Brewing Company Pintail Pale Ale

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Ein weiteres Highlight aus der Bier-Deluxe-Wunderbox, die mich vor ein paar Wochen erreicht hat: Das Karl Strauss Brewing Company Pintail Pale Ale.

Mit Macht kam es nach dem Öffnen aus der Flasche geschossen, so dass ich leider ein bisschen davon hergeben und obendrein auch noch den Boden wischen musste. Zu dem Zeitpunkt wusste ich glücklicherweise noch nicht, was mir da durch bzw. in den Lappen gegangen ist. Sehr frisch hat es gerochen, nach Zitrusfrüchten, was der Hopfung mit Amarillo, Cascade und Chinook zu verdanken ist.

Im Glas sieht das Bier sehr ansprechend aus. Bernsteinfarben und verziert mit weißem fein-mittelporigen Schaum. Man sollte es jedoch langsam eingießen, da die Karbonisierung zumindest bei meiner Flasche ziemlich hoch war.

Das macht sich auch im Antrunk bemerkbar, doch wenn man es lange genug im Mund hat, offenbart sich ein sehr harmonisch abgestimmtes, süffiges Bier, das hierzulande auch schon fast als ein IPA durchgehen könnte. Besonders angenehm die ausgeprägte Restsüße, die sich mit den zitrusfruchtigen Aromen paart.

Im Abgang wird es zwar ein wenig bitter, aber spätestens hier zeigt sich die Abgrenzung zum IPA, da die Bittere recht zurückhaltend rüberkommt. In Zahlen ausgedrückt sind das 47 IBU. Auch vom Alkoholgehalt geht es hier lockerer zu mit 5,3% vol. Vom Aromenspektrum und der Intensität her bleibe ich aber dabei. Davon könnte sich so manches hiesige IPA eine Zitronenscheibe abschneiden.

Gefällt mir ganz gut, daher gehen heute gute vier Sterne von mir in Richtung Kalifornien.

Soundtrack: Surfin‘ Bird – Bird Is The Word – The Trashmen

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