Munich Brew Mafia Don Limone

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„Wer ist eigentlich dieser Don Limone“, habe ich mich bei einigen größeren Bier-Veranstaltungen in den letzten Monaten gefragt. Schließlich sind Dario Stieren und Niklas Zerhoch, die beiden Gründer der Munich Brew Mafia nicht untätig gewesen mit der Vermarktung ihres Biers, dass diesen klangvollen Namen trägt.

Im Glas sieht das Pils schon mal sehr gut aus. Und das liegt nicht nur an der schönen Spiegelau-Biertulpe, die man unter anderem hier kaufen kann, sondern auch und viel mehr an der sonnengelben, leicht opalen Farbgebung und dem fein- bis mittelporigen Schaum, der sich auf dem Bierchen befindet. Dazu kommt der Geruch, der sogleich Assoziationen mit Limetten, Mango und tropischen Früchten auslöst. Dafür verantwortlich zeigt sich in diesem Fall einzig und allein die Hopfensorte Citra, die während des Brauprozesses in vier Gaben in das Bier gekommen ist.

Der Antrunk ist ebenso fruchtig, und das bei der Camba in Gundelfingen gebraute Bier ist sofort als Pils identifizierbar. Vollmundig und trotzdem irgendwie leicht wirkt es auf der Zunge, obwohl es 5,3% Alkohol hat. Die Dosierung der Kohlensäure ist den Brauern gut gelungen, so ist das Bier zwar spritzig, aber nicht überkarbonisiert. 30 IBU machen sich auch im Abgang nicht zu sehr bemerkbar, so dass man hiervon durchaus auch mal ein paar mehr trinken kann.

Ein richtiges Sommerbier, und eine gute Alternative zum Pale Ale, zu dem ich normalerweise immer greife, wenn ich fruchtige Aromen im Bier haben möchte. Man darf sehr gespannt sein, was da noch kommt von den beiden Jungs. Vier Sterne!

Soundtrack: Breaking the Law – Judas Priest

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Störtebeker Keller-Bier 1402

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Das Störtebeker Keller-Bier 1402, mit Bindestrich, wurde mir vor ein paar Tagen netterweise von der in der Hansestadt Stralsund beheimateten Brauerei nebst weiterem Sortiment als Muster zur Verfügung gestellt. Ich habe mir jetzt mal exemplarisch zuerst das Kellerbier, ein unfiltriertes Pils, vorgenommen, da es gut in die Jahreszeit mit den ersten warmen Tagen passt.

Zuerst fällt die schöne leuchtend gelbe Farbe ins Auge. Die Schaumkrone ist nicht allzu üppig, aber langlebig. Kräuterig und etwas grasig dominiert im Geruch der Hopfen, von dem auch gleich vier Sorten in dem Getränk verarbeitet wurden. Darunter liegt ein Kornfeld, das sich an einem warmen Sommertag seicht im Wind bewegt. So zumindest meine spontane Assoziation. Vielleicht sind das auch die Spätfolgen von zu vielen Jahren Fernsehbierwerbespotkonsum. Egal, zurück zum Testobjekt, von dem ich dankenswerterweise noch keine TV-Werbung gesehen habe.

Jetzt müsste das Bier langsam die empfohlene Trinktemperatur von 10° C erreicht haben. Und auch im Antrunk kommt der präsente, aber nicht aufdringliche malzige Unterbau, der sehr gut mit dem Hopfen harmoniert, gut zur Geltung. Die fein perlende Kohlensäure, die optimal dosiert ist, macht die Sache noch runder. Zum Schluss wird das Hopfenaroma und die Bitterkeit präsenter, und spätestens hier merkt man, dass man es mit einem Pils zu tun hat. 4,8 % vol. Alkohol,  Stammwürze 11,1%. Das sind die Daten eines erfrischenden Sommerbieres. Gefällt mir tatsächlich gut, auch wenn der geschmackliche Eindruck nicht ganz das erfüllt, was der Geruch verspricht.  Wenn dieses Keller-Bier in Süddeutschland etwas besser verfügbar wäre…nein. Think global, drink local. Aber wenn ich mal wieder an der Küste bin, weiß ich mit Sicherheit, was ich zu tun habe. Vier Sterne.

Soundtrack: Wish You Were Here – Pink Floyd

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Giesinger Feines Pilschen

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Mir ist gerade aufgefallen, dass ich eines meiner Lieblings-Pils-Biere hier noch gar nicht besprochen habe. Das Giesinger Feines Pilschen ist nämlich ein in Süddeutschland gebrauter Vertreter dieses Stils, der diesem auch gerecht wird. Und das ist beim Pils nicht selbstverständlich.

Ein ausgeprägter Schaum entsteht beim Eingießen, der sich auch recht lange auf dem hellblonden naturtrüben Getränk hält. Ein feiner zitrusfruchtartiger Hopfengeruch steigt mir in die Nase, sehr einladend.

Der Antrunk ist angenehm malzig, dabei bleiben die Zitrusfruchtnoten auch auf der Zunge. Recht erfrischend wirkt es durch seine sanfte Spritzigkeit. Im weiteren Verlauf wird es schön knackig bitter. Der Alkoholgehalt ist etwas höher als bei den meisten anderen Pilsenern, 5,7% vol. sind eine Ansage.

Zum Schluss darf der Hopfen nochmal richtig ran, was er sich auch nicht nehmen lässt. Das ist ein Pils für Leute, die früher mal Jever mochten, als besagte Brauerei noch nicht zu Dr. Oetker gehörte. Das hier ist eine tolle Alternative, nur viel besser. Ich lasse dafür ganz leichtsinnig heute mal vier Sterne springen.

Soundtrack: So Fine – Guns N‘ Roses

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Headless Brewing Reunion Pils

Headless Brewing Reunion Pils

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Ein schweres Geschütz haben die Traunsteiner da aufgefahren. Das Headless Brewing Reunion Pils ist ein „American Bohemian Pils“. Es kommt mit ganzen 6,9% vol. Alkohol daher und ist somit eines der stärksten Pilsbiere, die ich kenne. Das macht mich gerade doch ziemlich gespannt.

Mit dem beim Eingießen entstehenden Schaum könnte man noch keinen Krieg gewinnen, aber ich unterstelle mal, dass das so sein soll. Dafür ist die kräftige strohgelbe Farbe toll. Das Gebräu riecht stark malzig, würzig, und den erhöhten Alkoholgehalt erkennt man auch bereits in der Nase. Insgesamt komplexer, als ich es hier gerade schaffe, zu beschreiben.

Ich trinke mal an. Vielleicht wird meine Begeisterung ja noch gesteigert. Fast schon dickflüssig erscheint mir das Bier, da ich ja immer noch ein klassisches Pils im Kopf habe. Von dem Gedanken sollte man sich aber besser lösen. Zwar ist die feine Hopfenbittere im hinteren Zungenbereich ein untrügliches Zeichen für ein Pils, schlank und spritzig ist es allerdings nicht und ordentlich Restsüße ist vorhanden.

Im Abgang merkt man noch mal das etwas komplexere Aromenspiel aus Malz und Hopfen, und das auch noch recht lang. Trotzdem will bei mir heute nicht die gleiche Begeisterung aufkommen, die die vorherigen Biere aus der Schnitzlbaumer Brauerei bei mir ausgelöst haben. Daher kann ich heute schweren Herzens „nur“ drei Sterne vergeben. Mögen andere das anders sehen!

Soundtrack: Bohemian Rhapsody – Queen

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