Camba Smoked Porter

image

Das Camba Smoked Porter ist ein relativ neuer Output der Camba in Truchtlaching. Ganz dunkel und nahezu blickdicht steht es vor mir. Der feinporige hellbraune Schaum ist langlebig.

Ja, und ein bisschen smokey ist es auch. Nicht so wie ein fränkisches Rauchbier, sondern eher dezent. Vom Geruch her schon mal gut geeignet für einen Einstieg in die Welt der Rauchbiere. Mal sehen, wie es geschmacklich ausschaut bei diesem Sud.

Der Antrunk ist ebenfalls von Rauchnoten geprägt, die aber nicht dominant sind. Hier kommen auch noch ein paar schöne Schokonoten sowie frisch gebrühter Kaffee dazu. Sehr süffig, da auch die niedrig dosierte Kohlensäure sehr ausgewogen ist und der relativ hohe Alkoholgehalt von 6,3% vol. nicht weiter auffällt. Das Bier wirkt rund und harmonisch. Man braucht dazu nicht unbedingt einen Kamin, aber es würde diesem Bier gerecht.

Zum Ende hin wird es leicht trocken, und die komplexen Geschmacksnoten bleiben noch eine Weile erhalten. Finde ich gut. Vier Sterne!

Soundtrack: Negasonic Teenage Warhead – Monster Magnet

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Black Isle Organic Porter

image

Endlich mal wieder ein Porter! Heute haben wir es mit dem Black Isle Organic Porter aus Schottland zu tun.

Das mit nur 4,6% vol. Alk. recht milde Bier ist sehr dunkelbraun, fast schon schwarz und nahezu blickdicht. Der cremefarbene feinporige Schaum hält sich lange auf dem Bier.

Der Geruch ist recht komplex, zuerst nimmt meine Nase Aromen von Kaffee auf, schön röstig, und ich muss auch an bittere Schokolade denken. Ein paar Backpflaumen tauchen ebenfalls in meinen Gedanken auf.

Der süßliche Antrunk hält ebenfalls schöne Röstaromen bereit. Die Kohlensäure ist etwas höher dosiert als erwartet, aber noch angenehm. Mittlerer Körper.

Bitter wird es eigentlich im gesamten Verlauf kaum, der Einsatz des First Golden-Hopfens zeigt sich mehr im etwas trockenen Abgang. Die Schokoladenaromen bleiben noch eine ganze Weile auf der Zunge.

Ein Bier, das etwas Zeit braucht und auf keinen Fall zu kalt genossen werden sollte. Gefällt mir gut und wird dafür mit vier Sternen belohnt.

Soundtrack: Angus and Julia Stone – A Heartbreak

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Störtebeker Braumanufaktur Hanse-Porter

image

Bei meinem letzten Besuch an der Ostseeküste hatte ich die Gelegenheit, mir ein paar besondere Biere mitzubringen. Ich darf vorstellen: Der Störtebeker Braumanufaktur Hanse-Porter aus Stralsund!

Ein sehr dunkler, aber nicht komplett schwarzer Porter mit einer andauernden haselnussbraunen feinen Schaumkrone steht neben der 0,5l-Flasche mit dem hübsch gestalteten Etikett und lädt zum Verkosten ein.  Zuvor wird er aber noch ausgiebigst beschnuppert, der zweitschönste Teil des Biergenusses. Es riecht röstmalzig, süßlich, etwas würzig und auch ein kleines bisschen hopfig. Wunderbar!

Wir haben es hier übrigens nicht mit einem Porter im klassischen Sinne zu tun, der zumindest im englischen Sprachraum meist obergärig gebraut wird. Der Hanse-Porter wird nämlich untergärig gebraut, was für einen Porter aus dem Ostseeraum aber wiederum auch normal ist. Ein Baltic Porter ist es aber per Definition auch nicht, da dieser dann deutlich stärker sein müsste als dieses nette Getränk mit nur 4% vol. Alkohol und einer Stammwürze von 12,5%.

Kommen wir endlich zum schönsten Teil des Biergenusses. Süß ist es, und zwar nicht zu knapp. Erinnert im ersten Moment an ein Malzbier, was mich aber keineswegs stört. Denn hat man sich erst durch Malz und Zucker gekämpft (deswegen auf dem Etikett auch „Brauspezialität“ genannt), kommen ein paar schöne Röstaromen zum Vorschein, die von etwas Karamell und Kaffee untermalt werden. Die feine Kohlensäure ist von der Dosierung her in meinen Augen perfekt.

Der Abgang ist nicht besonders lang, was wohl auch mit der äußerst dezenten Hopfung zu tun hat. Was bleibt?

Es bleibt noch eine Frage zu klären: Heißt es nun richtig der Porter oder das Porter? Die Wikipedia hat darauf eine Antwort parat: „Im Unterschied zu früheren Zeiten, als Porter in Deutschland ausschließlich ein männliches Substantiv war, wird heute auch die sächliche Form benutzt“. Na dann Prost!

Knappe vier Sterne gehen in Richtung Ostsee.

Soundtrack: Dream a Little Dream of Me – The Mamas and the Papas

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Fuller’s London Porter

image

Fuller’s London Porter. Wieder so ein Bier, bei dem die Erwartungshaltung sehr hoch ist, wird dieser Porter doch auf der internationalen Bierbewertungsseite Ratebeer.com mit nicht weniger als 100% bewertet. Nun ja, überprüfen kann man sowas ja dennoch mal.

Der erste Schluck überrascht mit seiner Direktheit und Kompromisslosigkeit. Hier lässt uns das Gegenüber nicht eine Sekunde an seiner Stärke zweifeln. Zuerst gibt sich das tiefschwarze, vom Dunkelrot kommende obergärige Bier mit der cremefarbenen, mittelporigen und gar nicht so lang anhaltenden Schaumkrone noch recht zahm und gesittet. Fruchtige Beeren-Aromen paaren sich im Geruch mit röstigen Kaffeenoten und dunkler Schokolade. Dann aber kommt der Hammer! Starke Röstaromen auf einem Karamellunterbau, der an Toffee erinnert, dazu die tollen Fruchtaromen und die Schokolade. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschmecken soll bei diesem dunklen Bier mit den 5,4% vol. Alkohol.

Die Kohlensäure ist deutlich, aber nicht dominant. Genau richtig. Cremig weich und harmonisch ist der Körper dieses Bieres von der Themse und es kratzt immer noch nichts an der Höchstwertung.

Daran ändert auch der trockene Abgang nichts, der zum Ende hin noch mal die ordentliche Hopfung zum Ausdruck bringt. Lange bleiben die Kaffeenoten und die Schokolade noch auf der Zunge liegen. Wunderbar, und für mich persönlich nur noch übertroffen vom Anchor Brewery Porter aus den USA. Trotzdem hätte ich jetzt gern mehr davon. Fünfer!

Soundtrack: Black Night – Deep Purple

5 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 5 Loading...
Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterVisit Us On Google PlusCheck Our Feed