Helles Schlenkerla Lagerbier

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Am vergangenen Wochenende war ich auf Bier-Entdeckungsreise in der „heimlichen“ Bierhauptstadt Bamberg. Dort angekommen, war mein erster Besuch in einem der besten Getränkemärkte der Stadt, wohin mich der Kollege Norbert Krines vom Blog Bier des Tages geführt hat und mich dort sehr gut beraten hat. Natürlich haben wir im Verlauf des weiteren Tages noch viel mehr zu sehen und zu trinken bekommen, dafür an der Stelle nochmal meinen besten Dank! Wer vorhat, nach Bamberg zu reisen, was ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann, hat ein Riesenglück, wenn er Norbert als Stadt- und Brauereiführer bekommen kann.

Neben einigen anderen flüssigen Kostbarkeiten, über die es hier in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch zu lesen geben wird, habe ich das Helle Schlenkerla Lagerbier mitgebracht, sozusagen den kleinen Bruder des international bekannten und nicht von jedem geliebten Aecht Schlenkerla Rauchbiers aus der Heller Bräu Trum, wohl bekannter als der „Schlenk“ in Bamberg.

Dieses Lagerbier ist zwar nicht mit Rauchmalz gebraut, riecht aber sofort nach dem Öffnen der Flasche schon rauchig. Das rührt daher, dass es „in den gleichen alten Kupferkesseln und mit derselben untergärigen Hefe vergoren wird“, wie sein oben erwähnter großer Bruder. Dazu kommt eine verführerische süßliche Malznote. Der auf dem Etikett ebenfalls erwähnte „subtile“ Rauchgeschmack ist für den nicht so geübten Rauchbiertrinker eigentlich gar nicht so wenig vorhanden, wie man jetzt denken könnte. Im Antrunk ist die rauchige Note bei dem schönen klaren goldgelben Bier mit der feinporigen, aber flüchtigen Schaumkrone ebenfalls sofort präsent. Dazu gesellt sich eine feine aromatische grasige Hopfennote. Säure ist kaum zu spüren. Das Mundgefühl bei diesem Bier ist sehr weich und rund, was zum Teil auch dem fantastischen Brauwasser in Bamberg und Umgebung geschuldet sein mag. Es ist fast schon spritzig, was aber irgendwie ganz gut ins Gesamtkonzept passt.

Hier haben wir es zweifelsohne mit einem der interessantesten Vertreter von hellem Lagerbier zu tun. Wer kein Rauchbier mag oder noch nie eins getrunken hat, sollte sich daran versuchen. Mit nur 4,3% Vol. Alkohol ist dieses Lager unbedingt eine kleine Sünde wert. Dies unterstreiche ich mit vier Sternen.

Soundtrack: The Doors – Light My Fire

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