ONKEL Albert Saison

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Auf sehr nette Art und Weise hat das heutige Testbier seinen Weg zu mir gefunden. Beim alljährlichen Bierwichteln, das von Daniel vom UsoX-Bierblog immer vor Weihnachten veranstaltet wird, bin ich beim letzten mal leider leer ausgegangen. Ich hatte zwar was verschickt, aber von der Person, der ich zugelost wurde, nichts bekommen. Nachdem ich dies traurig in der eigens eingerichteten Facebook-Gruppe gepostet hatte, löste das bei demjenigen, den ich zugelost bekommen und bewichtelt hatte, ein solches Mitleid aus, dass er mir seinerseits auch wieder einen Karton gepackt und geschickt hat. An dieser Stelle nochmals meinen Dank! Vielleicht bewichteln wir uns jetzt einfach immer gegenseitig.

Jetzt aber zum Bier. Das ONKEL Albert Saison ist, wie der Name vermuten lässt, ein altbelgisches Saisonbier. Diesen Bierstil findet man noch nicht so häufig, zum Vergleich habe ich jetzt nur das St.Erhard Saison, welches ich vor Weihnachten getestet habe.

Der Schaum steht fein- bis mittelporig auf dem hellgelben und leicht trüben Bier. Ich rieche gleichzeitig eine säuerliche und auch eine süßliche, blumige Note, in dieser Reihenfolge.

Der Antrunk ist ebenfalls zuerst von der säuerlichen Note geprägt. Zusammen mit dem Geruch muss ich an Holunderblüten denken. Ein wenig Hopfen ist jetzt dabei, die Sorte ist leider auf dem Etikett nicht angegeben. Die Kohlensäure passt gut zum Bier, leicht spritzig, aber nicht überdosiert trifft sie auf einen mittelschlanken Körper. 5,8% vol. Alkohol sind auch mit an Bord.

Am Ende wird es etwas bitterer, und es setzt ein leicht trockener Abgang ein. Das St.Erhard hat mir ein kleines bisschen besser gefallen, da die säuerliche Note nicht ganz so ausgeprägt ist. Dem Nächsten, der dieses Bier trinkt könnte aber genau das wieder gefallen. Sehr gute drei Sterne gehen daher heute nach Düsseldorf.

Soundtrack: Runnin‘ With The Devil – Van Halen

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St. Erhard Saison

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Kurz vor Weihnachten erreichte mich ein Päckchen aus der Bierhauptstadt Bamberg. Darin befand sich das neue St. Erhard Saison – Bier. Ein belgischer Stil, der auch Farmhouse Ale genannt wird. Das könnte spannend werden!

Das Etiketten-Design ist sehr gelungen und wirkt edel. Auf der Vorderseite der Flasche hat man eher zurückhaltend agiert, dafür bekommt man auf dem Rückenetikett umso mehr Informationen, z.B. über verwendete Malz- und Hopfensorten.

Rotbraun vom Farbton her wird das leicht trübe Bier von einer nicht ganz weißen, feinporigen Schaumkrone verziert, die nicht allzu lange, aber immerhin ein paar Minuten hält. Es riecht zuerst erfrischend fruchtig, erst wenn man ganz genau aufpasst, bekommt man die karamelligen und leicht würzigen Malznoten in die Nase, die sich im weiteren Verlauf noch steigern werden.

Der Antrunk fällt zuerst leicht süßlich aus und die gut dosierte Kohlensäure lässt die Fruchtnoten auf dem soliden Malzunterbau über die Zunge tanzen. Das ist tatsächlich spannend!

Im Abgang wird es schnell recht trocken, und das ist insofern interessant, weil die Bitterkeit eigentlich sehr wenig rauskommt. Sozusagen ein versteckter hopfiger Abgang. Genauso versteckt wie der Alkohol, denn die 6,5% vol. merkt man diesem obergärigen Starkbier überhaupt nicht an.

Doch, ich muss sagen, das ist ganz ordentlich. Und vor allem auch kreativ, endlich traut sich mal wieder jemand an einen Bierstil, in diesem Fall einen belgischen, den ich nicht auf jedem dritten anderen Craftbierflaschenetikett lese. Ein gutes Gesamtpaket, und somit gehen vier Sterne in Richtung Bamberg.

Soundtrack: St. Anger – Metallica

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