Shepherd Neame & Co. Double Stout

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Schaut es nicht wunderbar aus, so ein tiefschwarzes Stout mit der cremigen beigefarbenen feinporigen Schaumhaube? Das Shepherd Neame & Co. Double Stout kommt aus einer der ältesten englischen Brauereien, die in Faversham in der Grafschaft Kent angesiedelt ist. Von dort aus findet es heute seinen Weg in mein Pint-Glas.

Woher der Begriff „Double Stout“ kommt, ist mir jetzt ehrlich gesagt auch nicht ganz klar, und meine Recherchen haben hier auch nichts ergeben. Am erhöhten Alkoholgehalt wird es wohl nicht liegen, denn dieser ist mit 5,2% vol. durchaus noch im normalen Bereich angesiedelt. Sollte jemand einen Erklärungsansatz finden, freue ich mich wie immer über Feedback.

Es riecht stark röstaromatisch, nach getrockneten Früchten und auch etwas nach Schokolade. Beim Antrunk verhält es sich ähnlich mit den Aromen, neben der recht hoch dosierten Kohlensäure fallen die starken Röstaromen auf. Den Körper würde ich eher als schlank bezeichnen.

Die Röstbittere bleibt auch im Abgang lange erhalten, hier kommt noch der englische Hopfen ins Spiel, der für einen leicht trocken wirkenden hinteren Teil der Zunge sorgt.

Ich habe schon bessere und auch schon schlechtere Stouts getrunken, kann aber auch nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Die Karbonisierung ist für meinen Geschmack für diesen Bierstil etwas zu hoch ausgefallen. Es reicht heute trotzdem für knappe vier Sterne.

Soundtrack: Everything Zen – Bush

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Belhaven Scottish Stout

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Was trinkt der Liebhaber des englischen Porters am Freitagabend am besten, kurz nachdem er ein besonders gutes Bier dieses Stils getestet hat? Klarer Fall, ein Stout! Aus Schottland in diesem Fall. Das Belhaven Scottish Stout kommt in einer hellen Glasflasche, was ich aber erst beim Ausgießen gesehen habe, da das Bier absolut blickdicht ist.

Nach dem Umfüllen ins Glas befindet sich oben drauf ein bräunlicher mittelporiger Schaum, der sich ein paar Minuten lang hält. Kaffee- und Schokoladenartige Röstaromen steigen auf.

Ich probiere mal einen Schluck. Der Antrunk ist sehr malzaromatisch und süßlich und von Bittere ist momentan noch nichts zu spüren. Dafür merke ich, dass ich es hier mit einem etwas stärkeren Kandidaten zu tun habe, mit 7% vol. Alkohol eigentlich schon fast ein Imperial Stout. Die Kohlensäure passt perfekt und das Mundgefühl ist sehr weich und cremig. Keine Säure und auch keine sonstigen Nebengeschmäcker sind feststellbar, außer einer ganz leichten, angenehmen Fruchtnote.

Der Abgang ist lang, es wird gar nicht so trocken, wie ich dachte. Eher süß und etwas alkoholisch. Wie eine Vollmilchschokoladenpraline. Hier könnte ich zum Wiederholungstäter werden beim Köpfen einer Flasche dieses empfehlenswerten Getränks. Vier Sterne.

Soundtrack: Little Light – Hobotalk

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BrewBaker Classic Stout

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Viele Leute, mit denen ich über Bier spreche, können nicht so recht nachvollziehen, wie mir mitten im Sommer dunkle, schwere Biere schmecken können. Man bräuchte doch an der Stelle lieber was Fruchtiges, Fröhliches.

Nun ja, der Grund dafür ist recht einfach: Ich mag dunkle Biere. Je dunkler, schwerer, süßer, schokoladiger und röstiger, desto besser. Nicht, dass ich nicht tropische Obstkörbe auch zu schätzen wissen würde. Aber wenn ich mich, was ich Gott sei Dank nicht muss, entscheiden müsste…

Heute musste ich mich zum Glück nur für das richtige Stout entscheiden. So fiel meine Wahl auf Wahl auf das BrewBaker Classic Stout vom Berliner Brauer Michael Schwab.

Tiefschwarz mit einer feinporigen bräunlichen Schaumkrone garniert, so wie es sich für ein ordentliches Stout gehört, steht es vor mir. Eine ordentliche Portion Röstaromen strömt mir entgegen, und die sind auch im Hochsommer äußerst verlockend. Da kann der erste Schluck nicht zu lange auf sich warten lassen. Die Karbonisierung fällt nicht zu hoch aus, alles andere könnte ich auch bei diesem Bierstil nicht gutheißen. Ein vollmundiger Körper trägt die Aromen von Bitterschokolade, etwas Karamell und einer feinen Säure, die den Eindruck von Waldbeeren etwas hervorhebt..

Der Abgang baut sich ähnlich auf, an dieser Stelle wird der starke Auftakt leider etwas verwässert, was gleich mal einen Stern kostet. Das tut der Gesamtwertung aber wenig Abbruch, kommt das Getränk doch immer noch auf knappe vier Sterne.

Soundtrack: Pearl Jam – Black

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O’Hara’s Leann Folláin

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Zweimal habe ich es schon zugunsten aktueller Neuerscheinungen in der deutschen Craft-Bier-Landschaft im Bierkeller stehenlassen müssen, aber heute ist es endlich soweit.

Rabenschwarz steht das Extra Irish Stout O’Hara’s Leann Folláin aus der Nähe von Kilkenny in Irland vor mir. Mittelporig und standfest ist der hellbraune Schaum, der sich oben drauf befindet. Es riecht nach dunkler Schokolade und frisch gemahlenem Kaffee, dazu süß und würzig. Gut sieht es außerdem aus in meinem speziellen Stout-Glas, und es bleibt festzuhalten: Das Auge trinkt mit.

Von der Rezenz her ist das Bier typgerecht eher unaufgeregt. Dafür ist es sehr vollmundig und die schokoladigen Aromen sind auch im Mund sehr präsent. So ein Irish Stout hätte ich gerne gehabt, als ich vor ein paar Jahren in Dublin war. Wenn ich einen Schluck davon nehme und die Augen schließe, kann ich eine Melodie hören, die von der Tin Whistle gespielt, vom Banjo getragen wird und von einer sanften Trommel begleitet. Für mich hat ja fast jedes Bier eine Musik, aber diese hier ist deutlicher zu hören, als die meisten anderen.

Die komplexen Aromen bleiben im Abgang lange auf der Zunge und tanzen zu der Irish Folk-Musik. Bitter wird es nach hinten heraus auch ein bisschen, aber auch nicht zu sehr. Wenn ich mal wieder bei Biervana in München vorbei komme, werde ich mir einfach noch eins davon mitnehmen, denn an Gelegenheiten für dieses 6%ige Bierchen sollte es eigentlich nicht mangeln. Bis dahin werde ich in Erinnerungen daran schwelgen. Und an Dublin. Vier Sterne.

Soundtrack: Song For Ireland – The Dubliners

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