Gutmann Dunkles Hefeweizen

Gutmann Dunkles Hefeweizen

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„Immer besprichst du da so vogelwilde Sachen. Wie wär’s, wenn du mal über ein stinknormales Weißbier schreibst?“. So in der Art bekam ich neulich ein Feedback von einem treuen älteren Leser. Und, siehe da, schon passiert. Gutmann Dunkles Hefeweizen, übrig geblieben vom letzten Weißwurst-Frühstück. Das ist das heutige Getränk meiner Wahl.

Kastanienbraun und hefetrüb. Oben drauf ein mittelporiger bis grobporiger nicht ganz weißer Schaum. So sieht es aus. Ich bin ja eigentlich gar nicht so der Weißbier-Fan. Aber das riecht lecker. Aufgrund der dunklen Farbe hätte ich jetzt mehr malzige Noten erwartet. Es dominieren aber die fruchtigen Hefearomen mit einem Geruch nach Banane und irgendwas säuerlichem. Ich probiere mal. Karamell, einige beerige Fruchtnoten und eine ausgeprägte Säure findet meine Zunge vor. Das ist ein Bier, das man bei großem Durst ebenso genießen kann wie beim Wunsch nach einer geschmackliche Entdeckungsreise. Das vollmundige Getränk mit den 5,2% Alkohol ist süffig, was das leer werden meines Glases doch arg beschleunigt.

Im Nachtrunk dominiert wieder die Säure, die sich eingangs schon beim Riechen angekündigt hat. Hopfenbittere ist kaum vorhanden, stattdessen erkennt man jetzt das dunkle Malz. Doch, das würde ich wieder kaufen. Vier Sterne nach Titting!

Soundtrack: Runnin‘ Wild – Airbourne

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Schneider Weisse TAP 4 Mein Grünes

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Zum Tag des Bieres gibt es heute bei mir Schneider Weisse TAP 4 Mein Grünes. Normalerweise ist Weißbier zugegebenermaßen nicht meine erste Wahl beim Gang in den Bierkeller. Allerdings bin ich bei Schneider schon gelegentlich mal positiv überrascht worden. Mal sehen.

Im Glas sieht das Bier auf jeden Fall schon mal sehr schön aus, eine äußerst nettes Orange, verziert mit einer feinporigen und standfesten Schaumkrone. Im Glas angekommen gibt es erstmal eine richtige Geruchsoffensive. Grasiger Hopfen, Zitrusnoten und ein ganz klein wenig Banane. Das, was mir am Weißbier oftmals fehlt, nämlich die Hopfenaromatik, scheint hier vornan zu stehen.

Antrunk. Mittelschlanker, aber irgendwie auch samtweicher Körper und fruchtig frisch, aber nicht mit übertriebener Kohlensäure. Dabei auch mineralisch. So langsam fängt das hier richtig an, mir Spaß zu machen. Hier ist nichts gewöhnlich, jeder Schluck regt zum Nachdenken an.

Im Abgang gibt es noch mal eine ordentliche Bitternote, die im Nachtrunk noch eine Zeitlang erhalten bleibt. Keine leichte Kost, eher für ein Weizen schon ein komplexes Geschmacksprofil. Vom Alkoholgehalt übrigens auch nicht ohne, 6,2 % Vol. sind schon nah am Bock.

Was soll ich sagen? Es gibt zwei Brauereien in Bayern, die durch ihren hohen Standard bei mir auch immer große Erwartungen wecken. Eine davon ist Schneider in Kelheim. Heute sind diese Erwartungen erfüllt worden. Vier Sterne.

Soundtrack: Kyuss – Green Machine

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Kuchlbauer Turm Weisse

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Heute wird es dringend Zeit, einen Biertest nachzuholen, den ich längst hätte machen sollen. Es handelt sich nämlich um ein Weihnachtsgeschenk, vielen Dank noch mal dafür!

Das Testobjekt ist die Kuchlbauer Turm Weisse, ein Weizenbier (für Bayern: Weißbier) aus der Brauerei zum Kuchlbauer in Abensberg. Benannt ist das Bier nach dem Wahrzeichen der Brauerei, dem Kuchlbauer Turm, der ein Architekturprojekt des weltberühmten Künstlers Friedensreich Hundertwasser ist.

Kommen wir zum Bier. Es ist trüb und hat eine leicht ins Orange gehende Farbe. Der Schaum ist mittelporig und nicht sehr standfest. Weißbiertypisch hat es einen sehr fruchtigen, säuerlichen Geruch, ein wenig Malz ist aber auch zu riechen. Im Antrunk erstmal nur Kohlensäure. Ich muss aber an der Stelle einräumen, dass es sich um ein Bier handelt, dass in der Flasche vergoren und gereift ist und meine Flasche sich schon recht nah am MHD befindet. Wenn man es eine Weile im Mund lässt, lässt sich ein vollmundiger Körper und ein karamelliger Geschmack erahnen. Was allerdings auch dabei ist, ist eine recht kräftige Säure, was generell nicht mein Fall ist, und momentan bei den ganzen süßen Bockbieren, die ich so teste, auch ungewohnt ist. Mit 5,9% Alkohol und einer Stammwürze von 13,5% bewegen wir uns hier auch schon fast in Richtung Weizenbock.

Da das Bier aus einer Brauerei kommt, die sich auf Weißbier spezialisiert hat, ist meine Erwartungshaltung natürlich relativ hoch. Leider muss ich sagen, dass diese Erwartungen heute nicht erfüllt wurden. Zu viel Kohlensäure, zu viel Säure, und auf der Habenseite nicht viel, was das aufwiegen könnte. Zwei Sterne.

Soundtrack: Peter Gabriel – The Tower That Ate People

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