Munich Brew Mafia Don Limone

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“Wer ist eigentlich dieser Don Limone”, habe ich mich bei einigen größeren Bier-Veranstaltungen in den letzten Monaten gefragt. Schließlich sind Dario Stieren und Niklas Zerhoch, die beiden Gründer der Munich Brew Mafia nicht untätig gewesen mit der Vermarktung ihres Biers, dass diesen klangvollen Namen trägt.

Im Glas sieht das Pils schon mal sehr gut aus. Und das liegt nicht nur an der schönen Spiegelau-Biertulpe, die man unter anderem hier kaufen kann, sondern auch und viel mehr an der sonnengelben, leicht opalen Farbgebung und dem fein- bis mittelporigen Schaum, der sich auf dem Bierchen befindet. Dazu kommt der Geruch, der sogleich Assoziationen mit Limetten, Mango und tropischen Früchten auslöst. Dafür verantwortlich zeigt sich in diesem Fall einzig und allein die Hopfensorte Citra, die während des Brauprozesses in vier Gaben in das Bier gekommen ist.

Der Antrunk ist ebenso fruchtig, und das bei der Camba in Gundelfingen gebraute Bier ist sofort als Pils identifizierbar. Vollmundig und trotzdem irgendwie leicht wirkt es auf der Zunge, obwohl es 5,3% Alkohol hat. Die Dosierung der Kohlensäure ist den Brauern gut gelungen, so ist das Bier zwar spritzig, aber nicht überkarbonisiert. 30 IBU machen sich auch im Abgang nicht zu sehr bemerkbar, so dass man hiervon durchaus auch mal ein paar mehr trinken kann.

Ein richtiges Sommerbier, und eine gute Alternative zum Pale Ale, zu dem ich normalerweise immer greife, wenn ich fruchtige Aromen im Bier haben möchte. Man darf sehr gespannt sein, was da noch kommt von den beiden Jungs. Vier Sterne!

Soundtrack: Breaking the Law – Judas Priest

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Fuller’s London Pride

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Das Fuller’s London Pride ist wohl eines der berühmtesten und beliebtesten Biere Großbritanniens. Zeit wird es also auch für mich, mal zu schauen, ob sich mein Gaumen ebenfalls überzeugen lässt.

Die rötlich-orange leuchtende Farbe des Bieres ist schon mal sehr ansprechend. Und auch der Schaum, der in England nicht so hoch geschätzt wird wie hierzulande, lässt mit seiner fein- bis mittelporigen Beschaffenheit frisch eingeschenkt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Getreidig, malzig süß und mit einer fruchtigen und leicht estrigen Hefenote versehen ist mir der erste Geruchseindruck schon sympathisch.

Weiter geht es mit dem Antrunk. Karamell liegt auf der Zunge und wird sogleich von einer angenehmen Honigsüße begleitet. Der Hopfen hält sich in dieser Phase noch versteckt. Erst zum Ende hin merkt man eine leichte Bittere. Angenehm trinkbar wird das Bier auch durch die dezente Kohlensäure. Der relativ geringe Alkoholgehalt von 4,7% vol. spielt der Trinkbarkeit zusätzlich in die Karten und macht dieses Bier zu einem perfekten Begleiter für gesellige Abende.

Ja, jetzt verstehe ich, warum dieses Ale sich auch über die Grenzen Englands hinaus mittlerweile wachsender Beliebtheit erfreut. Einen Fan mehr hat es jetzt schon wieder. Vier Sterne.

Soundtrack: Little Wing – Jimi Hendrix

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Sierra Nevada Bigfoot Ale

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Das Sierra Nevada Bigfoot Ale, ein Barley Wine (eigentlich: Imperial Red Ale), ist so etwas wie ein Klassiker der in Chico, Kalifornien beheimateten Craft-Brauerei. Mit 23° P Stammwürze wird der gute Tropfen gebraut und kommt so am Ende auf geschmeidige 9,6% Alkohol. Da braucht es die passende Gelegenheit, um dieses Bier aus dem Keller zu holen.

Eine feinporige hellbraune Schaumkrone verziert das kastanienfarbene Getränk. Der Duft, der bereits beim Eingießen aus dem Glas steigt, ist blumig und fruchtig, gleichzeitig aber auch malzaromatisch und karamellartig. Wenn man davon ausgeht, dass der erste Eindruck immer am meisten zählt, dann kann das heute mit diesem Test kaum noch schief gehen.

Der Eindruck setzt sich im Antrunk fort. Die ordentliche Kalthopfung mit Centennial, Cascade und Chinook sorgt für eine komplexe Assoziation mit allen möglichen Beeren. Die Aromen können sich auf dem gemütlichen Malzpolster so richtig breit machen. Das Mundgefühl ist großartig, und der Alkohol ist wahnsinnig gut verpackt. Der Körper dieses Bieres ist zwar kein Leichtgewicht, aber in Verbindung mit der Hopfung, die es auf 90 IBU bringt, wird das zum interessanten Erlebnis.

Im letzten Drittel dominiert klar der Hopfen, und im Abgang wird es recht trocken. Hier kann man sich getrost etwas Zeit lassen, bevor es mit dem nächsten Schluck weiter geht. Trotz seiner Stärke, die seien Namen mehr als gerechtfertigt erscheinen lässt, ist das Bigfoot Ale erstaunlich gut trinkbar. Natürlich weder was für jeden Tag, noch, um es in größeren Mengen zu konsumieren. Für mich eines der 100 Biere, die man mal getrunken haben sollte. Fünf Sterne!

Soundtrack: Kashmir – Led Zeppelin

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Monsteiner Mungga

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Wenn die lieben Kollegen in den Urlaub fahren, dann bringen sie mir manchmal Bier mit. Das ist nett, denn wie sollte ich sonst an ein Erzeugnis aus der höchstgelegenen Brauerei der Schweiz gelangen? Das Monsteiner Mungga ist ein sehr leichtes Bier mit nur 3,5% vol. Alkohol. Also genau das richtige für die Höhenluft oder in meinem Fall für einen Montagabend.

Sieht ganz nett aus im Glas, goldgelb, naturtrüb. Nur der grobporige Schaum will leider nicht so richtig stehen bleiben. In der Nase ist ein brotiger Duft und etwas Karamell zu verzeichnen sowie eine sehr dezente Hopfenaromatik. Ganz ähnlich geht es im Antrunk weiter, wobei der Geschmack wegen der recht hoch dosierten Kohlensäure etwas braucht, um anzukommen. Klar, dass ein Leichtbier nicht die Intensität im Geschmack aufbieten kann wie ein Vollbier. Trotzdem bleibt etwas Karamell, der säuerliche Geschmack der Hefe und im Abgang ein bisschen Solothurner Bio-Hopfen zurück.

Nicht sensationell, aber als sommerlich erfrischender Durstlöscher sicher gut geeignet. Anzumerken ist noch, dass das Bier in Bio-Qualität daher kommt und das Pro Montagna-Siegel trägt, das die Wirtschaft der Schweizer Bergregionen stärken soll. Ach ja, und der (oder das?) Mungga ist im Bündner Dialekt das Murmeltier. Steht auf der Flasche. Das Gesamtpaket bringt es heute knapp auf drei Sterne.

Soundtrack: End Of The Road  – Eddie Vedder (Into The Wild Soundtrack)

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