Münchner Braufreiheit Smokey Fox

CIMG2994

CIMG2994

Der Münchner Braufreiheit Smokey Fox ist eine Sonderedition für die “Lange Nacht der Brauereien”, die längst der Vergangenheit angehört. Daher muss ich mit meinem Test hier jetzt mal langsam in Gang kommen, bevor der gute Tropfen leer getrunken ist. Insgesamt 13 Brauer haben nicht nur das Rezept zusammen ausgetüftelt, sondern sogar noch das Malz selbst geräuchert. Das klingt abenteuerlich, und ich bin gespannt, was dabei herausgekommen ist.

Dunkelrot ist das Getränk. Und das ist gut so, will es doch als ein Rotbier gehandelt werden. Die Schaumkrone ist beigefarben und feinporig. Stehen bleibt sie auch. Damit ist an der Haltungsnote gar nicht viel zu verbessern.

Der rauchige Geschmack kommt nicht so heftig wie befürchtet. Eher dezent, nachdem die malzig-süßen Aromen die Knospen passiert haben, aber noch vor dem feinhopfigen Abgang setzt sich eine leichte Rauchnote am Gaumen fest. Das ist aber viel leckerer, als es sich vielleicht anhört. 5,5% vol. Alkohol bilden eine gute Basis für ein süffiges Bier. Stellenweise erscheint es mir allerdings auch recht trocken, was dann aber gleich wieder von den vielfältigen Aromen von Karamell und dunkeln Früchten vergessen gemacht wird. Die Kohlensäure ist angenehm und nicht zu spritzig dosiert.

Zum Schluss bleibt zu sagen: Wenn das Bier bereits aus ist, wundert mich das nicht. Falls noch was da ist: Auf zum Bier-Dealer eures Vertrauens! Vier Sterne.

Soundtrack: Tell Me Something – Rival Sons

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Munich Brew Mafia Don Limone

CIMG3004

CIMG3004

“Wer ist eigentlich dieser Don Limone”, habe ich mich bei einigen größeren Bier-Veranstaltungen in den letzten Monaten gefragt. Schließlich sind Dario Stieren und Niklas Zerhoch, die beiden Gründer der Munich Brew Mafia nicht untätig gewesen mit der Vermarktung ihres Biers, dass diesen klangvollen Namen trägt.

Im Glas sieht das Pils schon mal sehr gut aus. Und das liegt nicht nur an der schönen Spiegelau-Biertulpe, die man unter anderem hier kaufen kann, sondern auch und viel mehr an der sonnengelben, leicht opalen Farbgebung und dem fein- bis mittelporigen Schaum, der sich auf dem Bierchen befindet. Dazu kommt der Geruch, der sogleich Assoziationen mit Limetten, Mango und tropischen Früchten auslöst. Dafür verantwortlich zeigt sich in diesem Fall einzig und allein die Hopfensorte Citra, die während des Brauprozesses in vier Gaben in das Bier gekommen ist.

Der Antrunk ist ebenso fruchtig, und das bei der Camba in Gundelfingen gebraute Bier ist sofort als Pils identifizierbar. Vollmundig und trotzdem irgendwie leicht wirkt es auf der Zunge, obwohl es 5,3% Alkohol hat. Die Dosierung der Kohlensäure ist den Brauern gut gelungen, so ist das Bier zwar spritzig, aber nicht überkarbonisiert. 30 IBU machen sich auch im Abgang nicht zu sehr bemerkbar, so dass man hiervon durchaus auch mal ein paar mehr trinken kann.

Ein richtiges Sommerbier, und eine gute Alternative zum Pale Ale, zu dem ich normalerweise immer greife, wenn ich fruchtige Aromen im Bier haben möchte. Man darf sehr gespannt sein, was da noch kommt von den beiden Jungs. Vier Sterne!

Soundtrack: Breaking the Law – Judas Priest

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Fuller’s London Pride

CIMG2945

CIMG2945

Das Fuller’s London Pride ist wohl eines der berühmtesten und beliebtesten Biere Großbritanniens. Zeit wird es also auch für mich, mal zu schauen, ob sich mein Gaumen ebenfalls überzeugen lässt.

Die rötlich-orange leuchtende Farbe des Bieres ist schon mal sehr ansprechend. Und auch der Schaum, der in England nicht so hoch geschätzt wird wie hierzulande, lässt mit seiner fein- bis mittelporigen Beschaffenheit frisch eingeschenkt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Getreidig, malzig süß und mit einer fruchtigen und leicht estrigen Hefenote versehen ist mir der erste Geruchseindruck schon sympathisch.

Weiter geht es mit dem Antrunk. Karamell liegt auf der Zunge und wird sogleich von einer angenehmen Honigsüße begleitet. Der Hopfen hält sich in dieser Phase noch versteckt. Erst zum Ende hin merkt man eine leichte Bittere. Angenehm trinkbar wird das Bier auch durch die dezente Kohlensäure. Der relativ geringe Alkoholgehalt von 4,7% vol. spielt der Trinkbarkeit zusätzlich in die Karten und macht dieses Bier zu einem perfekten Begleiter für gesellige Abende.

Ja, jetzt verstehe ich, warum dieses Ale sich auch über die Grenzen Englands hinaus mittlerweile wachsender Beliebtheit erfreut. Einen Fan mehr hat es jetzt schon wieder. Vier Sterne.

Soundtrack: Little Wing – Jimi Hendrix

4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 Loading...

Sierra Nevada Bigfoot Ale

CIMG2955

CIMG2955

Das Sierra Nevada Bigfoot Ale, ein Barley Wine (eigentlich: Imperial Red Ale), ist so etwas wie ein Klassiker der in Chico, Kalifornien beheimateten Craft-Brauerei. Mit 23° P Stammwürze wird der gute Tropfen gebraut und kommt so am Ende auf geschmeidige 9,6% Alkohol. Da braucht es die passende Gelegenheit, um dieses Bier aus dem Keller zu holen.

Eine feinporige hellbraune Schaumkrone verziert das kastanienfarbene Getränk. Der Duft, der bereits beim Eingießen aus dem Glas steigt, ist blumig und fruchtig, gleichzeitig aber auch malzaromatisch und karamellartig. Wenn man davon ausgeht, dass der erste Eindruck immer am meisten zählt, dann kann das heute mit diesem Test kaum noch schief gehen.

Der Eindruck setzt sich im Antrunk fort. Die ordentliche Kalthopfung mit Centennial, Cascade und Chinook sorgt für eine komplexe Assoziation mit allen möglichen Beeren. Die Aromen können sich auf dem gemütlichen Malzpolster so richtig breit machen. Das Mundgefühl ist großartig, und der Alkohol ist wahnsinnig gut verpackt. Der Körper dieses Bieres ist zwar kein Leichtgewicht, aber in Verbindung mit der Hopfung, die es auf 90 IBU bringt, wird das zum interessanten Erlebnis.

Im letzten Drittel dominiert klar der Hopfen, und im Abgang wird es recht trocken. Hier kann man sich getrost etwas Zeit lassen, bevor es mit dem nächsten Schluck weiter geht. Trotz seiner Stärke, die seien Namen mehr als gerechtfertigt erscheinen lässt, ist das Bigfoot Ale erstaunlich gut trinkbar. Natürlich weder was für jeden Tag, noch, um es in größeren Mengen zu konsumieren. Für mich eines der 100 Biere, die man mal getrunken haben sollte. Fünf Sterne!

Soundtrack: Kashmir – Led Zeppelin

5 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 55 votes, average: 5,00 out of 5 Loading...
Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterVisit Us On Google PlusCheck Our Feed