Monsteiner Mungga

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Wenn die lieben Kollegen in den Urlaub fahren, dann bringen sie mir manchmal Bier mit. Das ist nett, denn wie sollte ich sonst an ein Erzeugnis aus der höchstgelegenen Brauerei der Schweiz gelangen? Das Monsteiner Mungga ist ein sehr leichtes Bier mit nur 3,5% vol. Alkohol. Also genau das richtige für die Höhenluft oder in meinem Fall für einen Montagabend.

Sieht ganz nett aus im Glas, goldgelb, naturtrüb. Nur der grobporige Schaum will leider nicht so richtig stehen bleiben. In der Nase ist ein brotiger Duft und etwas Karamell zu verzeichnen sowie eine sehr dezente Hopfenaromatik. Ganz ähnlich geht es im Antrunk weiter, wobei der Geschmack wegen der recht hoch dosierten Kohlensäure etwas braucht, um anzukommen. Klar, dass ein Leichtbier nicht die Intensität im Geschmack aufbieten kann wie ein Vollbier. Trotzdem bleibt etwas Karamell, der säuerliche Geschmack der Hefe und im Abgang ein bisschen Solothurner Bio-Hopfen zurück.

Nicht sensationell, aber als sommerlich erfrischender Durstlöscher sicher gut geeignet. Anzumerken ist noch, dass das Bier in Bio-Qualität daher kommt und das Pro Montagna-Siegel trägt, das die Wirtschaft der Schweizer Bergregionen stärken soll. Ach ja, und der (oder das?) Mungga ist im Bündner Dialekt das Murmeltier. Steht auf der Flasche. Das Gesamtpaket bringt es heute knapp auf drei Sterne.

Soundtrack: End Of The Road  – Eddie Vedder (Into The Wild Soundtrack)

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Maisel & Friends IPA

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Maisel & Friends sind gerade wieder äußerst produktiv. Das allgemein gut verfügbare Pale Ale bekommt ab sofort neben dem ebenfalls in der 0,33 l – Flasche gerade erschienenen Citrilla Wheat ein IPA an die Seite gestellt. Übriges zu einem ähnlichen Kurs wie das seit 2014 erhältliche Pale Ale, was in den sozialen Netzwerken sofort lebhafte Diskussionen um die Bepreisung ausgelöst hat. Ich finde, dass jeder sein Bier so günstig oder teuer verkaufen soll, wie er mag, solange keine Quersubventionierung oder ähnliches stattfindet und der ehrliche Wettbewerb gewährleistet ist. Den Rest regelt der Markt dann schon. Und wenn dabei eine insgesamt bessere Sichtbarkeit und Verfügbarkeit von Craft-Bieren herauskommt, dann bin ich sicher nicht abgeneigt.

Viel wichtiger ist jedoch, wie das Bier schmeckt. Denn das bleibt dem Konsumenten vielleicht noch länger im Kopf als der Preis. Das Bierchen schaue ich mir, da die Brauerei so nett war, ein paar Muster zu schicken, doch gleich mal selbst an.

Optisch gibt es nichts zu beanstanden. Kristallklar, kupferfarben und bedeckt mit einer langanhaltenden feinporigen Schaumkrone buhlt das India Pale Ale darum, endlich probiert zu werden. Vorher gibt es aber noch den Geruchstest. Und der fällt erfreulich aus, bringt er doch neben den fast obligatorischen Zitrusnoten noch Aromen von roten Beeren mit. Im Mund setzt sich das Spiel der Geschmäcker fort, hier kommt im Mittelteil noch etwas Zwetschge dazu, was mich gerade sehr anspricht. Die Kohlensäure ist perfekt dosiert und das Mundgefühl allgemein sehr voll und rund. Der Alkohol, der 6,3% vol. ausmacht, hält sich gut versteckt. Dafür sorgt die ausgewogene Malzbasis mit den karamellartigen Anklängen.

Zum Schluss setzt die Bittere ein, die mit 50 IBU für ein IPA allerdings eher am unteren Ende der Skala liegt. Das ist massenmarktkompatibel und wird nicht jeden Neuling gleich verschrecken. Leicht trocken ist der Abgang und es bleibt viel Zeit, um den Geschmack noch mal Revue passieren zu lassen. Also mir gefällt es. Vier Sterne!

Soundtrack: Sloe Gin – Joe Bonamassa

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Evil Twin Brewing Lil’B

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Die Eckdaten von diesem Bier lesen sich sehr interessant auf dem Flaschenrücken. Evil Twin Lil’B, ein Imperial Porter mit stolzen 11,5% vol. Alkohol, gebraut vom Mikkeller-Bruder Jeppe Jarnit-Bjergsø. Das könnte spannend werden. Eingeschenkt.

Tiefschwarz fließt das fast schon dickflüssig wirkende Gebräu in mein Glas. Oben bildet sich eine cappucinobraune feinporige Schaumkrone, die dort erstmal ein Weilchen verbleibt. Neugierig schiebe ich meine Nase über den Glasrand. Und obwohl ich schon hohe Erwartungen an das Bier habe, werde ich nicht enttäuscht. Malzige Röstaromen strömen an meine Rezeptoren, und sie bringen Kaffee mit, dunkle Schokolade, Vanille und Karamell. Sehr überzeugend.

So auch der erste Schluck. Süß strömt es über meine Zunge und interessanterweise schwimmen auch ein paar Fruchtnoten mit, für die sich die obergärige Hefe und natürlich der Hopfen verantwortlich zeigen. Danach wird es langsam bitter, und Kaffee und Schokolade gewinnen wieder die Oberhand. Die Kohlensäure ist gut weil nicht zu stark dosiert. Im Mund wirkt das Bier nicht ganz so dickflüssig und ölig wie man beim Eingießen vermuten könnte.

Bevor es ans Finish geht, zeigen sich noch ein paar getrocknete Früchte im komplexen Aromenspiel, bevor dann die Bittere einsetzt und der endlos lange Nachtrunk folgt. An den Alkoholgehalt denke ich dabei, obwohl er hoch ist, zu keiner Zeit.

Ja, es war erwartungsgemäß spannend. Ich würde es jederzeit wieder tun. Fünf Sterne.

Soundtrack: Purple Rain – Cover von Bruce Springsteen, der zu Ehren des verstorbenen Prince seine Show in Brooklyn mit dem Song eröffnet

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Alpirsbacher Klosterbräu Kleiner Mönch

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Ein gutes Helles zu brauen ist ja viel schwieriger, als viele denken. Beispielsweise bei IPAs oder auch Pale Ales ist es möglich, kleinere Fehlgeschmäcker einfach mit massivem Hopfeneinsatz zu übertünchen. Beim Hellen geht das nicht. Da muss alles passen. Ob das beim Alpirsbacher Klosterbräu Kleiner Mönch der Fall ist, soll der heutige Test ans Licht bringen.

Goldgelb, klar und mit einer kleinen aber feinen Schaumkrone versehen, macht der Kleine Mönch, der 2014 auch schon mal den European Beer Star mit nach Hause ins Kloster gebracht hat, im Glas schon mal eine gute Figur. Auch in der Nase passt soweit alles. Ein würziger, getreidig-malziger Duft trifft auf sehr dezent-fruchtige Hopfenaromatik. Alles nicht aufregend, eher unauffällig gut. So geht es dann auch im Antrunk weiter. Etwas spritzig und mit einem eher schlanken Körper präsentiert sich das Bier mit einem insgesamt angenehmen Mundgefühl. Mit 22 IBU ist das Getränk auch sehr wenig bitter, was einer Massengeschmackstauglichkeit sicher zuträglich ist. Ein Bier für jede Gelegenheit.

Zum Schluss gibt es ein wenig Hopfen für den hinteren Zungenteil, dazu kommt eine leichte, an Honig erinnernde Süße. Ich finde dieses Bier nicht spektakulär, aber ich mag es, da es trotz seiner unauffälligen Erscheinung gut rüber kommt. Passt alles. Und das ist mir heute vier Sterne in Richtung Schwarzwald wert.

Soundtrack: The Old Man – Kadavar

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