Fuller’s London Pride

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Das Fuller’s London Pride ist wohl eines der berühmtesten und beliebtesten Biere Großbritanniens. Zeit wird es also auch für mich, mal zu schauen, ob sich mein Gaumen ebenfalls überzeugen lässt.

Die rötlich-orange leuchtende Farbe des Bieres ist schon mal sehr ansprechend. Und auch der Schaum, der in England nicht so hoch geschätzt wird wie hierzulande, lässt mit seiner fein- bis mittelporigen Beschaffenheit frisch eingeschenkt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Getreidig, malzig süß und mit einer fruchtigen und leicht estrigen Hefenote versehen ist mir der erste Geruchseindruck schon sympathisch.

Weiter geht es mit dem Antrunk. Karamell liegt auf der Zunge und wird sogleich von einer angenehmen Honigsüße begleitet. Der Hopfen hält sich in dieser Phase noch versteckt. Erst zum Ende hin merkt man eine leichte Bittere. Angenehm trinkbar wird das Bier auch durch die dezente Kohlensäure. Der relativ geringe Alkoholgehalt von 4,7% vol. spielt der Trinkbarkeit zusätzlich in die Karten und macht dieses Bier zu einem perfekten Begleiter für gesellige Abende.

Ja, jetzt verstehe ich, warum dieses Ale sich auch über die Grenzen Englands hinaus mittlerweile wachsender Beliebtheit erfreut. Einen Fan mehr hat es jetzt schon wieder. Vier Sterne.

Soundtrack: Little Wing – Jimi Hendrix

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Sierra Nevada Bigfoot Ale

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Das Sierra Nevada Bigfoot Ale, ein Barley Wine (eigentlich: Imperial Red Ale), ist so etwas wie ein Klassiker der in Chico, Kalifornien beheimateten Craft-Brauerei. Mit 23° P Stammwürze wird der gute Tropfen gebraut und kommt so am Ende auf geschmeidige 9,6% Alkohol. Da braucht es die passende Gelegenheit, um dieses Bier aus dem Keller zu holen.

Eine feinporige hellbraune Schaumkrone verziert das kastanienfarbene Getränk. Der Duft, der bereits beim Eingießen aus dem Glas steigt, ist blumig und fruchtig, gleichzeitig aber auch malzaromatisch und karamellartig. Wenn man davon ausgeht, dass der erste Eindruck immer am meisten zählt, dann kann das heute mit diesem Test kaum noch schief gehen.

Der Eindruck setzt sich im Antrunk fort. Die ordentliche Kalthopfung mit Centennial, Cascade und Chinook sorgt für eine komplexe Assoziation mit allen möglichen Beeren. Die Aromen können sich auf dem gemütlichen Malzpolster so richtig breit machen. Das Mundgefühl ist großartig, und der Alkohol ist wahnsinnig gut verpackt. Der Körper dieses Bieres ist zwar kein Leichtgewicht, aber in Verbindung mit der Hopfung, die es auf 90 IBU bringt, wird das zum interessanten Erlebnis.

Im letzten Drittel dominiert klar der Hopfen, und im Abgang wird es recht trocken. Hier kann man sich getrost etwas Zeit lassen, bevor es mit dem nächsten Schluck weiter geht. Trotz seiner Stärke, die seien Namen mehr als gerechtfertigt erscheinen lässt, ist das Bigfoot Ale erstaunlich gut trinkbar. Natürlich weder was für jeden Tag, noch, um es in größeren Mengen zu konsumieren. Für mich eines der 100 Biere, die man mal getrunken haben sollte. Fünf Sterne!

Soundtrack: Kashmir – Led Zeppelin

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Monsteiner Mungga

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Wenn die lieben Kollegen in den Urlaub fahren, dann bringen sie mir manchmal Bier mit. Das ist nett, denn wie sollte ich sonst an ein Erzeugnis aus der höchstgelegenen Brauerei der Schweiz gelangen? Das Monsteiner Mungga ist ein sehr leichtes Bier mit nur 3,5% vol. Alkohol. Also genau das richtige für die Höhenluft oder in meinem Fall für einen Montagabend.

Sieht ganz nett aus im Glas, goldgelb, naturtrüb. Nur der grobporige Schaum will leider nicht so richtig stehen bleiben. In der Nase ist ein brotiger Duft und etwas Karamell zu verzeichnen sowie eine sehr dezente Hopfenaromatik. Ganz ähnlich geht es im Antrunk weiter, wobei der Geschmack wegen der recht hoch dosierten Kohlensäure etwas braucht, um anzukommen. Klar, dass ein Leichtbier nicht die Intensität im Geschmack aufbieten kann wie ein Vollbier. Trotzdem bleibt etwas Karamell, der säuerliche Geschmack der Hefe und im Abgang ein bisschen Solothurner Bio-Hopfen zurück.

Nicht sensationell, aber als sommerlich erfrischender Durstlöscher sicher gut geeignet. Anzumerken ist noch, dass das Bier in Bio-Qualität daher kommt und das Pro Montagna-Siegel trägt, das die Wirtschaft der Schweizer Bergregionen stärken soll. Ach ja, und der (oder das?) Mungga ist im Bündner Dialekt das Murmeltier. Steht auf der Flasche. Das Gesamtpaket bringt es heute knapp auf drei Sterne.

Soundtrack: End Of The Road  – Eddie Vedder (Into The Wild Soundtrack)

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Maisel & Friends IPA

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Maisel & Friends sind gerade wieder äußerst produktiv. Das allgemein gut verfügbare Pale Ale bekommt ab sofort neben dem ebenfalls in der 0,33 l – Flasche gerade erschienenen Citrilla Wheat ein IPA an die Seite gestellt. Übriges zu einem ähnlichen Kurs wie das seit 2014 erhältliche Pale Ale, was in den sozialen Netzwerken sofort lebhafte Diskussionen um die Bepreisung ausgelöst hat. Ich finde, dass jeder sein Bier so günstig oder teuer verkaufen soll, wie er mag, solange keine Quersubventionierung oder ähnliches stattfindet und der ehrliche Wettbewerb gewährleistet ist. Den Rest regelt der Markt dann schon. Und wenn dabei eine insgesamt bessere Sichtbarkeit und Verfügbarkeit von Craft-Bieren herauskommt, dann bin ich sicher nicht abgeneigt.

Viel wichtiger ist jedoch, wie das Bier schmeckt. Denn das bleibt dem Konsumenten vielleicht noch länger im Kopf als der Preis. Das Bierchen schaue ich mir, da die Brauerei so nett war, ein paar Muster zu schicken, doch gleich mal selbst an.

Optisch gibt es nichts zu beanstanden. Kristallklar, kupferfarben und bedeckt mit einer langanhaltenden feinporigen Schaumkrone buhlt das India Pale Ale darum, endlich probiert zu werden. Vorher gibt es aber noch den Geruchstest. Und der fällt erfreulich aus, bringt er doch neben den fast obligatorischen Zitrusnoten noch Aromen von roten Beeren mit. Im Mund setzt sich das Spiel der Geschmäcker fort, hier kommt im Mittelteil noch etwas Zwetschge dazu, was mich gerade sehr anspricht. Die Kohlensäure ist perfekt dosiert und das Mundgefühl allgemein sehr voll und rund. Der Alkohol, der 6,3% vol. ausmacht, hält sich gut versteckt. Dafür sorgt die ausgewogene Malzbasis mit den karamellartigen Anklängen.

Zum Schluss setzt die Bittere ein, die mit 50 IBU für ein IPA allerdings eher am unteren Ende der Skala liegt. Das ist massenmarktkompatibel und wird nicht jeden Neuling gleich verschrecken. Leicht trocken ist der Abgang und es bleibt viel Zeit, um den Geschmack noch mal Revue passieren zu lassen. Also mir gefällt es. Vier Sterne!

Soundtrack: Sloe Gin – Joe Bonamassa

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