Sponsored Post: Im Gespräch mit Georg VI. Schneider, Schneider Weisse

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Die Freien Brauer sind eine Gemeinschaft führender, unabhängiger Familienbrauereien in Deutschland, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden. Sie alle eint ihr Bekenntnis zum freien Unternehmertum, ihr Empfinden für Qualität und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Partnern und den Menschen in der Region.

Die Grundprinzipien der Gemeinschaft, die für die Freien Brauer handlungsanleitend sind, sind zusammengefasst in den Sieben Werten. Heute möchte ich den Wert “Persönliche Verantwortung” vorstellen anhand eines Gesprächs mit Georg VI. Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter Schneider Weisse G. Schneider & Sohn GmbH.

1. Was führte dazu, dass sich Ihr Unternehmen der Wertegemeinschaft der Freien Brauer angeschlossen hat?

Zunächst einmal ganz pragmatisch: Wir sind gefragt worden, ob wir dazugehören wollen. Das ist jetzt 15 Jahre her. Damals hießen Die Freien Brauer noch Deutsche Braukooperation. Die Motivation war, unter gleichgesinnten Menschen mit gleichen Werten einen Gedankenaustausch mit Unternehmern vorzunehmen, der über das Fachliche hinausgeht. Einer der größten Benefits ist es, sich auch einmal darüber unterhalten zu können, wie viel Taschengeld man seinen Kindern gibt, welche Schulen diese besuchen sollen, zum Thema Ausbildung bis hin zur Generationsübergabe in einem Unternehmen. Wie machen das Kollegen, die einen sehr ähnlichen Hintergrund haben wie wir? Das sind alles Fragen, die man in einem Kreis von wirklich tollen Unternehmern sehr gut adressieren kann.

2. In der Beschreibung der Sieben Werte der Freien Brauer ist zu lesen: „Wir übernehmen langfristig Verantwortung – als Arbeitgeber und Ausbilder, als Nachwuchsförderer und Geschäftspartner.“ Wie viele Auszubildende haben Sie jährlich? Gibt es neben der klassischen Berufsausbildung auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Ihre Mitarbeiter?

Wir haben pro Jahr vier Lehrlinge. In der Technik, was bei uns die Ausbildung zum Brauer und Mälzer ist, sowie In der Verwaltung, wo wir Kaufleute ausbilden. Bei uns werden die Auszubildenden nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt, sondern bekommen eine tolle Ausbildung. Im Anschluss übernehmen wir sie auch. Hier kommt es dann darauf an, dass wir den richtigen Platz im Unternehmen finden, indem wir schauen, wo gerade etwas frei wird und wo der Mitarbeiter optimal eingesetzt werden kann. Viele unserer Mitarbeiter haben bei uns gelernt und sind bis an die Spitze gelangt. Ich denke da nur an unseren kaufmännischen Geschäftsführer, Herrn Rottler, der bei uns vor vielen Jahren angefangen hat zu lernen und mittlerweile Geschäftsführer für den Bereich Finanzen ist. Es ist also durchaus ein Potenzial vorhanden. Viele unserer Lehrlinge gehen später zum Studium nach Weihenstephan und kommen danach zurück. Bei den Leuten, die wir selbst ausgebildet haben, wissen wir, was wir haben. Wenn diese Lust haben, in einem Familienunternehmen anstatt in einem internationalen Konzern zu arbeiten, sind sie bei uns richtig aufgehoben.

3. Ist der Wert „Persönliche Verantwortung” eher als ideeller Wert zu verstehen, oder gibt es von Ihrer Seite auch eine wirtschaftliche Förderung von Organisationen, Vereinen, Verbänden etc. in der Region?

Es gibt zum einen natürlich die Unterstützung von Vereinen in der Region. Da kommt man als lokaler Bräu ja auch gar nicht drum herum. Vom Kindergartenfest bis hin zum allgemeinen Sport- und Turnverein, wo wir die Jugendarbeit unterstützen. Persönliche Verantwortung heißt aber auch, Verantwortung zu übernehmen bei Verbänden wie dem Bayerischen Brauerbund oder den Freien Brauern, wo ich zurzeit Präsident bin. Es geht darum, sich an der Stelle nicht zu drücken, sondern zu sagen: „Jawohl, da bringe ich mich ein, da mache ich mit und da will ich auch gestalten.” Das verstehe ich unter persönlicher Verantwortung. Es ist nämlich viel schöner, Dinge mit zu gestalten, als nur da zu sitzen und sich berieseln zu lassen. Das macht einfach viel mehr Spaß.

4. Wie gewährleisten Sie, dass die Rohstoffe, die bei Ihnen in die Produktion einfließen, aus nächster Nähe kommen?

Zuerst einmal natürlich über unseren Einkauf sowie auch über unser Rohstoffkonzept, das wir jetzt bereits seit über 15 Jahren fahren. Wir arbeiten hier mit einer Erzeugergemeinschaft für Qualitätsbraugerste im Raum Riedenberg zusammen, von der wir mittlerweile unseren Bedarf zu 100 Prozent decken. Das ist mit Verträgen gesichert, und wir sprechen auch mit den Landwirten. Es gibt immer wieder die sogenannten Rohstoff-Tage bei uns im Haus, bei denen wir die Hopfenbauern sowie die Gersten- und Weizenbauern an einen Tisch bringen und mit ihnen dann über aktuelle Themen in der Landwirtschaft diskutieren, neue Anbaumethoden vorstellen und ab und zu auch einen kritischen Referenten mit an Bord holen, der die ganze Gesellschaft dort mal aufmischt mit ein paar kernigen Thesen, über die sich dann alle fürchterlich aufregen. Aber so kommt ein bisschen Leben in die Bude, das ist auch ganz wichtig. Eines der wichtigsten Dinge ist es tatsächlich, mit den Leuten zu reden und ihnen zu verstehen zu geben, dass sie ein Teil des Wertschöpfungsprozesses bei Schneider Weisse sind und nicht einfach irgendwelche Gerste auf dem Weltmarkt zu Weltmarktpreisen abgeben müssen. Wir lassen die Gerste später auch bei einer lokalen Mälzerei mälzen, nämlich bei der Mälzerei Rast in Riedenburg. So sind wir wirklich ganz nah dran, was auch ein Teil unserer Vermarktungsstrategie ist, vor allem beim Export, wo wir dann sagen können, dass Schneider Weisse aus dem Herzen Bayerns kommt. Beim Hopfen verhält es sich ganz ähnlich. Wir arbeiten mit einer Erzeugergemeinschaft zusammen und geben dem Einkauf vor, dass nur Hallertauer Hopfen verwendet werden darf. Wir verwenden ausschließlich Pellets und Naturhopfen zum Stopfen der Hopfenweisse. Keinen Hopfenextrakt.

5. Jeder Unternehmenslenker hinterlässt Spuren. Sei es bei Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden oder Mitbewerbern. Wenn Sie irgendwann, in vielen Jahren, einmal abtreten, was wünschen Sie sich, das man dann über Sie sagt?

Da wünsche ich mir, dass die Leute sagen, dass ich ein Mensch war, der die Menschen verbunden hat und auch Konflikte lösen konnte und scheinbar Gegensätzliches zusammenbringen konnte. Das ist so ein bisschen mein Lebensmotto. Das Leben besteht aus schwarz und weiß, heiß und kalt, und ohne das eine wäre das andere nichts, und trotzdem muss man es immer zusammenbringen und verbinden. Das ist wie beim Kochen. Das Essen wäre fad, wenn nicht eine gewisse Würze drin wäre.

6. Was würden Sie der Beschreibung des Wertes „Persönliche Verantwortung” der Freien Brauer selbst noch hinzufügen?

Dass das auch mit Freiheit verbunden ist. Wenn Sie Verantwortung übernehmen wollen, haben Sie die Freiheit, dies zu tun. Es kann gutgehen, und es kann auch scheitern.

7. Welchen der Sieben Werte der Freien Brauer stufen Sie persönlich am höchsten ein?

Mir ist der Wert „Große Freiheit” sehr wichtig, gepaart mit den Werten „Höchste Qualität” und „Persönliche Verantwortung”. Das sind, glaube ich, die wichtigsten Werte, die wir haben.

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