Sierra Nevada Bigfoot Ale

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Das Sierra Nevada Bigfoot Ale, ein Barley Wine (eigentlich: Imperial Red Ale), ist so etwas wie ein Klassiker der in Chico, Kalifornien beheimateten Craft-Brauerei. Mit 23° P Stammwürze wird der gute Tropfen gebraut und kommt so am Ende auf geschmeidige 9,6% Alkohol. Da braucht es die passende Gelegenheit, um dieses Bier aus dem Keller zu holen.

Eine feinporige hellbraune Schaumkrone verziert das kastanienfarbene Getränk. Der Duft, der bereits beim Eingießen aus dem Glas steigt, ist blumig und fruchtig, gleichzeitig aber auch malzaromatisch und karamellartig. Wenn man davon ausgeht, dass der erste Eindruck immer am meisten zählt, dann kann das heute mit diesem Test kaum noch schief gehen.

Der Eindruck setzt sich im Antrunk fort. Die ordentliche Kalthopfung mit Centennial, Cascade und Chinook sorgt für eine komplexe Assoziation mit allen möglichen Beeren. Die Aromen können sich auf dem gemütlichen Malzpolster so richtig breit machen. Das Mundgefühl ist großartig, und der Alkohol ist wahnsinnig gut verpackt. Der Körper dieses Bieres ist zwar kein Leichtgewicht, aber in Verbindung mit der Hopfung, die es auf 90 IBU bringt, wird das zum interessanten Erlebnis.

Im letzten Drittel dominiert klar der Hopfen, und im Abgang wird es recht trocken. Hier kann man sich getrost etwas Zeit lassen, bevor es mit dem nächsten Schluck weiter geht. Trotz seiner Stärke, die seien Namen mehr als gerechtfertigt erscheinen lässt, ist das Bigfoot Ale erstaunlich gut trinkbar. Natürlich weder was für jeden Tag, noch, um es in größeren Mengen zu konsumieren. Für mich eines der 100 Biere, die man mal getrunken haben sollte. Fünf Sterne!

Soundtrack: Kashmir – Led Zeppelin

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Samichlaus Classic

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Aus der Brauerei Schloss Eggenberg kommt das Samichlaus Classic, ein besonders starkes Bier, das ich mir zum heutigen Nikolaustag eingeschenkt habe. Es wird nur einmal im Jahr gebraut, nämlich am 06. Dezember, und dann erstmal zehn Monate gelagert, bevor es in den Verkauf geht. Ich habe hier den 2013er Jahrgang. Samichlaus ist übrigens die Schweizer Bezeichnung für den Nikolaus.

Es hat eine sehr schöne rotbraune Farbe, beim Einschenken entsteht kurz ein brauner Schaum, der aber innerhalb einer halben Minute wieder verschwindet. Ein starker alkoholischer Malzgeruch, der gepaart ist mit Aromen von dunklen Beerenfrüchten und Backpflaumen sowie Schokolade.

Exakt in dieser Kombination, aber mit anderen Ausprägungen, sind auch die Eindrücke im Antrunk. Hier kommen die Aromen von Backpflaumen besonders zum Ausdruck, dazu gesellen sich ein paar Datteln. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Bier mit stolzen 14% vol. Alkohol (28% Stammwürze) so gut schmecken kann. Egal, was da alles an Schokolade im Nikolausstiefel zu finden ist, das hier zu übertreffen wird schwierig. Eigentlich sollte man sich davon eine oder zwei Flaschen irgendwo in der hintersten Ecke des Kellers verstecken und erstmal für zehn Jahre vergessen. Das könnte diesem Bier noch mal zu ganz anderen Noten verhelfen.

Die Konsistenz wirkt fast schon ölig, der Abgang ist ausgesprochen lang. Hier gibt es dann bedingt durch den hohen Alkoholgehalt nochmal eine scharfe, pfeffrige Note, die mit den oben beschriebenen Aromen ausgezeichnet harmoniert.

Das ist sicher nichts für Anfänger, und auch nichts für Autofahrer. Allen anderen würde ich es dringend ans Herz legen. Ein besonderes Geschmackserlebnis, und es wärmt nicht nur die Kehle an kalten Winterabenden.

Prost Nikolaus!

Vier Sterne.

Soundtrack: Band Aid 30 Germany (Do They Know It’s Christmas)

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