Robinsons Brewery Trooper 666

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Nachdem ich vor zwei Tagen gelesen habe, dass Mr. Bruce „Air Raid Siren“ Dickinson noch ein eigenes Bier auf den Markt bringen will, habe ich mich sogleich erinnert, dass irgendwo in den Tiefen meines Kühlschranks noch diese Perle namens Robinsons Brewery Trooper 666 schlummert. Um den großen Erfolg des Original-Troopers zu feiern -es wurden mittlerweile 10 Millionen Pints davon verkauft, und das in 42 Ländern- hat die Brauerei eine limitierte stärkere Version mit 6,6% vol. Alkohol aufgelegt.

Das kristallklare Bier hat eine schöne Bernsteinfarbe und wird von einer schmalen feinporigen Schaumkrone bedeckt. Der Geruch verrät den verwendeten Cascade-Hopfen, denn es wird recht zitruslastig. Im Unterbau befindet sich aber ein ausreichend kräftiges Malzbett, das nicht nur später auf der Zunge, sondern direkt in der Nase präsent ist. Eine honigartige Süße steigt zu meinen Rezeptoren auf und macht Lust auf den ersten Schluck.

Dieser fällt ganz so aus wie erwartet. Eine angenehme, nicht zu ausgeprägte Süße, die von fruchtigen Hopfenaromen umgarnt wird. Das ist eines dieser Biere, die irgendwie alles bedienen können. Der durstige Maiden-Fan, der das Ding zweimal ansetzt und weg iss`, und auch der glasschwenkende Biertester haben beim Genuss dieses Strong Ales ein Lächeln auf den Lippen und eine Melodie im Kopf.

Zum Schluss darf der Hopfen noch mal ran und hinterlässt eine feine Bittere, die hervorragend zum trockenen Abgang des Getränks passt.

„Woe to You Oh Earth and Sea
For the Devil sends the beast with wrath
Because he knows the time is short
Let him who hath understanding
Reckon the number of the beast
For it is a human number
Its number is six hundred and sixty six.“

Vier Sterne. Cheers!

Überraschungs-Soundtrack: The Number Of The Beast – Iron Maiden

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Duvel Tripel Hop 2014

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Zum ersten mal habe ich das Duvel Tripel Hop 2014 getrunken, als ich zusammen mit einem Freund auf einer Bierreise in Bamberg war, wo uns Norbert von Bier des Tages tagsüber durch die verschiedenen Brauereien und abends ins Café Abseits geführt hat. Dort hat uns der Inhaber Gerhard Schoolmann unter anderem damit den Tag biertechnisch gekrönt.

Bei der Bezeichnung Tripel Hop muss ich irgendwie immer an diese Bands aus Bristol und Umgebung denken, die vor allem in den Neunzigern mit ihrem elektronischen Musikstil „Trip Hop“ für Furore gesorgt haben. Morcheeba, Portishead, Massive Attack und so, ihr wisst schon…

Aber darum soll es hier ja heute nicht gehen, sondern ums Bier. Und da bleibt bei diesem Edeltrunk mit Sicherheit auch noch genug zu schreiben.

Fangen wir mal mit der Farbe an. Strohgelb und leicht trüb ist es und wird von einem mittel- und zum Teil sogar grobporigen Schaum gekrönt.

Riechen tut es auch noch unerhört gut. Weinartig, süßlich und fruchtig, nach frischen Äpfeln und etwas Ananas. Der Geschmack im Antrunk ist ganz ähnlich, nachdem das spritzige und sehr körperreiche Bier überall im Mund angekommen ist. Der hohe Alkoholgehalt von 9,5% vol. lässt die Zunge allerdings schnell taub werden.

Im Abgang kommen ein paar Beeren mit ins Spiel, die von einer orangenmarmeladenartigen Bittere flankiert werden. Dieses Aromenspiel kann man minutenlang genießen, wenn man möchte.

Oftmals denke ich mir beim Genuss solch starker Biere, dass mir eigentlich meistens die Gelegenheiten dafür fehlen. Dieses hier ist aber wirklich recht gut trinkbar, und könnte sogar für den weniger geübten Craft-Bier-Gaumen ein guter Einstieg in das Fortgeschrittenen-Seminar sein. Ich schicke heute jedenfalls fast fünf Sterne nach Belgien.

Soundtrack: Massive Attack – Teardrop

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Hopfenstopfer Dark Red Temptation

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Heute im Test: Hopfenstopfer Dark Red Temptation. Ein malzbetontes dunkelrotes Strong Ale, welches nur für kurze Zeit erhältlich ist, was ich, ohne vorgreifen zu wollen, schade finde.

Der feinporige weiße Schaum hält sich, so wie es auf dem Foto zu sehen ist, noch minutenlang unverändert auf dem Bier, was mit der oben bereits erwähnten schönen dunkelroten Farbgebung sehr harmonisch wirkt. Der Geruch lässt mich als erstes an rote Beeren und Trockenfrüchte denken, aber auch ein paar Zitrusaromen sind mit von der Partie. Die Hopfensorten Hallertauer Taurus und Hallertauer Cascade zeigen sich dafür verantwortlich. Zusammen mit dem süßen Karamellmalzgeruch ergibt das eine Mischung, der ich nicht lange widerstehen kann, auch wenn ich ewig daran riechen könnte.

Also schnell antrinken. Zuerst fällt die Süße auf. Und so wie ich mir den Körper dieses Strong Ales vorgestellt habe, ist er auch. Dickflüssig, wuchtig, dabei aber sehr weich. Die Kohlensäure ist zwar deutlich wahrnehmbar, aber insgesamt trotzdem weniger vorhanden.

Im Abgang kommt eine feine Bittere an den Gaumen, die noch lange nachhallt. Den relativ hohen Alkoholgehalt des Bieres, der 9% Vol. beträgt, was aus 20,5% Stammwürze resultiert, merkt man auch spätestens jetzt. Gemütlich warm läuft die Flüssigkeit die Speiseröhre hinab.

Jeden Tag könnte ich so ein Bier nicht trinken, das steht fest. Dazu ist es zu schwer und zu stark. Aber es war aufregend und ergibt am Ende doch wieder ein stimmiges Gesamtbild. Das reicht an der Stelle locker für vier Sterne.

Soundtrack: The Temptations – Papa Was A Rolling Stone

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