Regensburger Spital IPA

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Am vorletzten Wochenende habe ich ein neues Bier entdeckt. Es ist das Regensburger Spital IPA, das noch relativ neu auf dem Markt ist. Bei 8% vol. Alkohol hätten andere da vielleicht sogar schon Imperial IPA auf die Flasche geschrieben. In der Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz pflegt man diesbezüglich wohl lieber ein gewisses Understatement.

In einem schönen dunklen Orangeton ist das Bier gehalten und wird von einem beigefarbenen und überwiegend feinporigen Schaum gekrönt. Die Basis aus hellem Gerstenmalz, Münchner Malz sowie zwei verschiedenen Caramelmalzen lässt einen süßen Duft aus dem Glas steigen, die von einer zitrusartigen bis tropischen Fruchtigkeit begleitet werden. Ich würde mal auf die „üblichen verdächtigen“ Hopfensorten Cascade, Amarillo oder Simcoe tippen, genauere Angaben wollte man mir hierzu in Regensburg allerdings nicht machen. Es handele sich um Betriebsinterna. Von einer Offenheit, wie sie z.B. die schottischen Kollegen von Brewdog kürzlich gezeigt haben, ist man innerhalb der alten Strukturen in Deutschland wohl noch weit entfernt.

Vollmundig ist der Körper, und wenn man das Bier an der Glaswand hinab laufen lässt, wirkt es fast schon ölig. Die Stammwürze von 18,5% in Verbindung mit einem frühzeitigen Stoppen der Gärung hat eine für meinen Geschmack sehr schöne rosinenartige Restsüße entstehen lassen. Das bildet wiederum das perfekte Fundament für die kräuterigen Noten, die sich auf der Zunge manifestieren, neben dem Geschmack tropischer Früchte wie Mango.

Der lange Abgang bringt noch mal die Grundbittere zum Vorschein, die bis hierher kaum spürbar war. Die perfekt dosierte Kohlensäure ist angenehm dezent, anstatt sich allzu sehr in den Vordergrund zu spielen. Dieses IPA hat bei mir irgendwie einen Nerv getroffen. Vier Sterne!

Soundtrack: Full Speed Or No Speed – Striker

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