Ale*Mania Gose Mania

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Eigentlich sind Thorsten Schoppe und ich uns ja in dem Punkt einig: Wir mögen nicht so gern Sauerbiere. Trotzdem möchte ich gern ein möglichst umfassendes Bild der in der Craft-Bier-Szene gebrauten Bierstile haben, und dazu gehört nun mal auch Sauerbier.

In diesem Fall ist es die Ale*Mania Gose Mania, über die ich mir eine Meinung bilden möchte. Wie der Name schon sagt eine klassische Gose. Was das ist, könnt ihr, wenn ihr mögt, in diesem Test nachlesen. Trüb und bersteinfarben ist das Bier, und der feinporige Schaum hält sich lange darauf.

Ich rieche so etwas wie eine Caipirinha, der ausnahmsweise noch etwas Aprikosenlikör zugegeben wurde. Das ist mal interessant und macht dann doch Lust auf den ersten Schluck. Nachdem ich diese Gose angetrunken habe, muss ich unvermittelt an Weinschorle denken. Natürlich, es ist etwas säuerlich, aber auch die Spritzigkeit dieses Bieres passt dazu. Und, dass es gar nicht bitter wird, was bei 14 IBU auch nicht verwundert. Da ist aber noch mehr. Beim Riechen ist es mir auch schon aufgefallen, und auch auf der Zunge. Ich gebe aber zu, da wäre ich niemals drauf gekommen: Es ist der etwas seifig wirkende Geschmack von Koriander, wie ich dem sehr informativen Etikett glücklicherweise entnehmen durfte.Der Körper ist mittelschlank und malzig. 5,1% Alkohol und 12,5% Stammwürze.

Im Abgang bleibt die Säure am hinteren Teil der Zunge noch eine Zeit lang präsent. Und ich muss zugeben, dass ich dieses Geschmackserlebnis jetzt doch gar nicht so schlecht fand. Kommt wohl drauf an, welches Sauerbier man trinkt. Also Thorsten, falls du das hier liest, lass dir mal vom Fritz Wülfing eine Flasche davon schicken. Es gibt wie immer Licht und Schatten. Vier Stene!

Soundtrack: Red Hot Chili Peppers – If You Want Me To Stay

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Freigeist Bierkultur Geisterzug

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In meinem heutigen Test geht es um eine Gose. Genauer gesagt um den Freigeist Bierkultur Geisterzug. Was ist eigentlich eine Gose? Auf Wikipedia steht folgendes geschrieben:

Der Name leitet sich vermutlich von dem kleinen Harzflüsschen Gose ab, aus dem die Braumeister bereits im Mittelalter das Wasser zur Herstellung des Bieres bezogen. Im Mittelalter fand die Gose vom Harz aus Verbreitung und etablierte sich vor allem in der Gegend um Dessau, Halle und Leipzig.

Die Gose stellt einen eigenen, alten Biertyp dar, der eine gewisse Ähnlichkeit sowohl mit Berliner Weiße, als auch mit belgischen Lambicbieren und deren Spezialform, der Geuze, aufweist. Gose entstand früher, wie die meisten Biere, durch Spontangärung. Heute wird die obergärige Brauart verwendet, wobei neben der alkoholischen noch eine bakterielle Milchsäuregärung stattfindet, die zu dem typischen säuerlichen Geschmack führt. Eine weitere Eigenart besteht in dem Zusatz von Kochsalz und Koriander.

Die Gose, mit der wir es heute zu tun haben, wurde in der Brauerei Göller in Zeil am Main gebraut. Aber wie sieht denn so etwas nun aus? Wie riecht und schmeckt so ein Bier?

Leicht hefetrüb und goldgelb mit einer feinporigen Schaumkrone steht das Bier vor mir im Glas. Es riecht leicht säuerlich und fruchtig, aber auch Hopfen ist zu erschnuppern. Ich habe lange überlegt, was da noch durchschimmert, bis ich den Google-Übersetzer bemüht habe und „spruce needles“ in Fichtennadeln übersetzt habe. Ich weiß, ihr habt das natürlich alle so gewusst.

Im Antrunk ist zuallererst die Milchsäure zu schmecken. Lässt man das Bier eine Weile im Mund herumkreisen, wobei es dann zwangsläufig auch die hinteren Bereiche der Zunge berührt, ist eine leicht bittere Hopfennote zu verspüren, die aber zusätzlich auch von den Fichtennadeln kommen kann. Der Körper ist eher schlank, ansonsten ist das Bier nicht zu rezent, die Kohlensäure ist gut eingebunden.

Im Abgang wird es dann noch mal säuerlich und die Bittere bleibt noch eine ganze Weile im Rachen präsent.

Wie soll ich ein Bier eines Bierstils bewerten, den ich selbst erst seit sehr kurzer Zeit kenne? Vergleiche mit anderen Vertretern dieses Typs habe ich ebenfalls nicht. Eigentlich kann ich wie immer nur sagen, ob es mir schmeckt oder nicht. Probieren muss der Leser trotzdem selber. Mein Fall ist die Gose nicht so sehr, da ich lieber süßliche als säuerliche Noten im Bier mag. Meiner Frau hingegen hat es geschmeckt. Kauft es euch und bildet euch euer Urteil. Von mir gibt es heute drei Sterne.

Soundtrack: Mother Tongue – Casper

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