Samichlaus Classic

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Aus der Brauerei Schloss Eggenberg kommt das Samichlaus Classic, ein besonders starkes Bier, das ich mir zum heutigen Nikolaustag eingeschenkt habe. Es wird nur einmal im Jahr gebraut, nämlich am 06. Dezember, und dann erstmal zehn Monate gelagert, bevor es in den Verkauf geht. Ich habe hier den 2013er Jahrgang. Samichlaus ist übrigens die Schweizer Bezeichnung für den Nikolaus.

Es hat eine sehr schöne rotbraune Farbe, beim Einschenken entsteht kurz ein brauner Schaum, der aber innerhalb einer halben Minute wieder verschwindet. Ein starker alkoholischer Malzgeruch, der gepaart ist mit Aromen von dunklen Beerenfrüchten und Backpflaumen sowie Schokolade.

Exakt in dieser Kombination, aber mit anderen Ausprägungen, sind auch die Eindrücke im Antrunk. Hier kommen die Aromen von Backpflaumen besonders zum Ausdruck, dazu gesellen sich ein paar Datteln. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Bier mit stolzen 14% vol. Alkohol (28% Stammwürze) so gut schmecken kann. Egal, was da alles an Schokolade im Nikolausstiefel zu finden ist, das hier zu übertreffen wird schwierig. Eigentlich sollte man sich davon eine oder zwei Flaschen irgendwo in der hintersten Ecke des Kellers verstecken und erstmal für zehn Jahre vergessen. Das könnte diesem Bier noch mal zu ganz anderen Noten verhelfen.

Die Konsistenz wirkt fast schon ölig, der Abgang ist ausgesprochen lang. Hier gibt es dann bedingt durch den hohen Alkoholgehalt nochmal eine scharfe, pfeffrige Note, die mit den oben beschriebenen Aromen ausgezeichnet harmoniert.

Das ist sicher nichts für Anfänger, und auch nichts für Autofahrer. Allen anderen würde ich es dringend ans Herz legen. Ein besonderes Geschmackserlebnis, und es wärmt nicht nur die Kehle an kalten Winterabenden.

Prost Nikolaus!

Vier Sterne.

Soundtrack: Band Aid 30 Germany (Do They Know It’s Christmas)

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1 Gedanke zu “Samichlaus Classic

  1. Hatte – wie es mir empfohlen wurde – bei meiner privaten Bierverkostung im „Bierwerk“ mit zwei prozentmäßig moderaten Bieren angefangen (Wiethaler Hoptimum vom Faß und Hopfenstopfer Comet IPA), mich dann den härteren Sachen zugewandt (einem Jopen Doubting Thomas Imperial Quadrupel mit 10% und einem The Oracle Barley Wine von White Pony aus Italien mit 10,7%), so daß ich danach schon sämtliche Lampen an hatte, als ich das stärkste Gebräu auf der Bierkarte auch noch hinter mich bringen wollte: Genau dieses.
    Leider hatte ich vom White Pony den Mund noch so voll Malz, daß ich vom Samichlaus gar nicht so viel geschmeckt habe – allerdings hatte es nach meiner Auffassung mit Bier nicht mehr allzu viel zu tun. Ich denke, ich werde mich nächstens auf Biere mit höherer Drinkability konzentrieren.

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